Bis zu 120 Impfungen pro Stunde: In Ulm hat das Deutsche Rote Kreuz den Ablauf der Corona-Impfung geprobt. So ähnlich könnte es auch im Impfzentrum in Unna laufen. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Corona-Impfzentrum: Lüner müssen wohl erstmal nach Unna fahren

Mit Beginn der Weihnachtsferien soll das Impfzentrum des Kreises in Unna die Arbeit aufnehmen. Ob es eine Filiale in Lünen als größter Kreisstadt geben soll, hängt auch von zwei Faktoren ab.

Nach jetzigem Stand müssen Lüner, die sich gegen das Corona-Virus impfen lassen wollen, wohl nach Unna fahren. Dort soll das Impfzentrum für den Kreis Unna stehen. Der genaue Standort werde aktuell geprüft, Das teilte die Kreispressestelle auf Anfrage der Redaktion am Donnerstag (26.11.) mit.

Je nach Bevölkerungsanteil sieht das Gesundheitsministerium zwar auch Filialen vor. Ob eine solche beispielsweise in Lünen, der größten Stadt des Kreises, eingerichtet werde, lässt Kreissprecher Volker Meier offen. „Die bisherigen Planungen sehen aktuell die Einrichtung eines Impfzentrums im Kreis Unna vor“, teilt er mit. Weitere Impfzentren hingen vor allem davon ab, ob in ausreichendem Maße medizinisches Personal eingesetzt und die Logistik für den Impfstoff sichergestellt werden könne.

Aufbau mobiler Impfteams

Zugleich habe der Aufbau mobiler Impfteams absoluten Vorrang. Sie sollen in den Senioreneinrichtungen in Lünen Impfungen vornehmen. Impfen dürfen nur Ärztinnen und Ärzte, benötigt wird auch medizinisches Fachpersonal. Für beide Gruppen zeichnet die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) verantwortlich. Wie viele medizinische Mitarbeiter gebraucht werden, kann der Kreis daher nicht sagen. Der prüfe zurzeit den Einsatz für den nicht-medizinischen Dienst. Dazu gehören Mitarbeiter für Bring- und Holdienste, für den Einlass, die Erfassung und Betreuung während der Impfung, die Reinigung und die Sicherheit. Auch hier heißt es: Wie viele Helfer gebraucht würden, könne zurzeit noch nicht eingeschätzt werden.

Freiwillige können sich melden

Derweil verweist Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auf das Freiwilligenregister des Landes NRW, in dem sich medizinisches Personal registrieren kann. Mehr als 1000 Freiwillige hätten sich dort schon gemeldet. „Corona ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, so der Minister.

Das Freiwilligenregister will auch der Kreis Unna nutzen.

Wer zuerst geimpft wird, das lege das Land nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission fest. Diese sehe eine Priorisierung vor: zuerst medizinisches Personal, Menschen in Senioreneinrichtungen und Risikogruppen wie Personen mit Vorerkrankungen und Ältere, die nicht in Einrichtungen leben. Betroffene würden von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) benachrichtigt. Keinesfalls solle man ohne Benachrichtigung beim Impfzentrum vorstellig werden, so der Kreissprecher.

Zweite Impfung nötig

Wie lange der Impfprozess dauere, dazu könne der Kreis noch keine verlässliche Aussage machen. Für die zweite Impfung gehe man davon aus, dass in einem vergleichbaren Verfahren vorgegangen werde. Ob Termine bereits bei der ersten Impfung verteilt werden können, sei noch unklar.

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Redaktion Lünen
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Magdalene Quiring-Lategahn

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