Corona-Krise: Herz-Jesu feierte ersten Gottesdienst unter Auflagen

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Öffentliche Gottesdienstfeiern sind trotz Corona-Krise seit dem Wochenende wieder möglich. Der Pastorale Raum Lünen feierte die „Premiere“ am Samstag (2.5.) - ohne Gesang und mit Desinfektion.

Brambauer

, 03.05.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Vorabendmesse in der Herz-Jesu-Kirche bildete den Aufschlag für das „neue Modell“, mit dem der katholische Pastorale Raum Lünen (Erzbistum Paderborn) in der Corona-Krise wieder Gottesdienste feiern möchte. 42 Gäste waren anwesend, nur wenige trugen Mundschutz. Dafür gab es jedoch ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen den Gläubigen.

„Abstand halten“ war dann auch das besondere Gebot, dessen Einhaltung bereits im Eingangsbereich ein Ordnungsdienst - bestehend aus Mitgliedern des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstands - überwachte. Außerdem wiesen die Ordner den jeweiligen Kirchgängern einen Platz in den links- oder rechtsseitigen Sitzbänken zu.

Anders als sonst üblich

88 mögliche Sitzplätze gab es, aufgeteilt auf 21 Reihen, zusätzlich noch ein paar Plätze im hinteren Kirchenbereich - insgesamt hätten unter Berücksichtigung der Vorgaben 100 Gläubige in der Herz-Jesu-Kirche Platz gefunden.

„Ich finde es gut, dass es mit den Gottesdiensten wieder losgeht. Zwar anders als sonst üblich. Aber man kann wieder in Kirche gehen“, sagte Gabriela Respondek kurz vor dem Beginn der Vorabendmesse.

„Anders als sonst üblich“, das bedeutete unter anderem keinerlei Gesang, ein leeres Weihwasserbecken und die Händedesinfektion durch Pfarrer Christian Kluczynski vor dem Austeilen der heiligen Kommunion. Außerdem fiel die Kollekte während der Messe weg, dafür standen nach Gottesdienst-Ende einige Körbe am Kirchenausgang bereit. Die Vorabendmesse fand zudem ohne Lektoren und Messdiener statt.

„Wir konnten in unserer Kirche keine Fastenzeit und das Osterfest feiern. Brambauer war aber nicht ohne heilige Messe, denn ich habe alleine in meinem Pfarrhaus gefeiert und alle Gemeindemitglieder in meinem Gebet eingeschlossen. Ich war jeden Tag mit Christus allein. In der Not wird man erfinderisch“, sagte Christian Kluczynski in seiner Predigt.

Bedingungen bis 31. August

Bei den Gläubigen überwog die Freude über die Rückkehr ins Gotteshaus: „Ich bin froh, dass heute wieder ein offizieller Gottesdienst stattfand. Ich habe die Stunde genossen“, sagte die zufriedene Gottesdienstbesucherin Marianne Veuhoff.

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Zuvor hatte Pfarrer Dr. Thomas Roddey als Leiter des Pastoralen Raumes erklärt, dass die Rahmenbedingungen für öffentliche Gottesdienste voraussichtlich zunächst bis zum 31. August bestehen bleiben. Entsprechend hat er den gültigen Gottesdienstplan gestaltet. Von den „Neuerungen“ betroffen sind die Feierlichkeiten in den Kirchen Herz-Jesu Mitte, Heilige Familie, St. Joseph, Herz-Jesu Brambauer, Herz-Mariä und St. Barbara Brambauer.

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