Coronavirus: Ein Lüner Quarantäne-Tagebuch - Tag 3: Ein Schritt zur Normalität

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Coronavirus, das bedeutet für viele Lüner auch Quarantäne. Wie ist das, wenn man abgeschottet lebt? Autorin Marie Hirschberg (19) führt täglich Tagebuch. Tag 3: Das Testergebnis ist da.

von Marie Hirschberg

Lünen

, 28.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Endlich. Die Testergebnisse sind da. Der Test ist negativ, und ich kann nicht beschreiben wie erleichtert und glücklich ich darüber bin. Da wurde unser Wohnzimmer schnell einmal zur Tanzfläche und eine alte CD von Queen wurde aufgelegt.

Während „We are the Champions“ im Hintergrund lief, telefonierte ich alle Personen ab, die diese Info dringend brauchten. Auf der Arbeit, Familie und alle anderen mit denen ich in Kontakt war, die schon leichte Panik bekommen hatten. Als das Gesundheitsamt heute morgen angerufen hatte, fühlte ich mich kurz, als wäre ich nicht mehr in Quarantäne, ich hätte wirklich die Welt umarmen können. Denn dass unser Testergebnis negativ war, heißt erst einmal: Die Quarantäne wird nicht noch verlängert.

Ideen werden langsam knapp

Ich meine, vier Tage mehr oder weniger können schon viel ausrichten, wenn man bereits erste Überlegungen hat, wie man am besten die Zeit totschlagen kann. Denn langsam werden die Ideen knapp. Und auch Netflix oder Disney+ reichen dann irgendwann nicht mehr aus.

Online habe ich bereits neuen Lesestoff bestellt, damit die Zeit ein wenig kürzer wird. Denn mit Büchern war ich nicht ausgestattet, dafür aber mit Klopapier und Nudeln, also werde ich die Quarantäne gut überstehen. Mit Klopapier lassen sich übrigens wunderschöne Burgen bauen. Oder gut Bowling spielen. Wenn man schon einmal so viel da hat, kann man auch verrückte Sachen damit anstellen.

Nach dem Ergebnis fallen ein paar Sorgen von einem ab und die Quarantäne wirkt nicht mehr ganz so schlimm. Für heute habe ich mich mit meinen Freunden zum Skypen verabredet, worauf ich mich schon tierisch freue. Ich bin froh das wir über Video-Chats so in Kontakt bleiben können.

Vielleicht ist das negative Testergebnis der erste Schritt in Richtung Normalität.

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