Coronavirus in Lünen nicht bestätigt? Krankenhaus-Chef dementiert Gerüchte als „Fake News“

WhatsApp-Nachricht im Umlauf

Am Donnerstag ist ein Mann aus Kamen ins Lüner St.-Marien-Hospital eingeliefert worden. Er könnte am gefährlichen Coronvirus erkrankt sein. Mittlerweile machen viele Gerüchte die Runde.

Lünen

, 31.01.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im St.-Marien-Hospital wartet man weiterhin auf die Ergebnisse aus Berlin.

Im St.-Marien-Hospital wartet man weiterhin auf die Ergebnisse aus Berlin. © Montage/Archiv

Gerade in den Sozialen Netzwerken brummt die Gerüchteküche, ein Nutzer schreibt unter einem unserer Artikel: „Der Coronavirus hat sich nicht bestätigt im St.-Marien-Hospital in Lünen“.

Diese Information sei eindeutig falsch, sagt Axel Weinand, Geschäftsführer des Krankenhauses auf Anfrage dazu. „Das sind Fake News!“ Auch bei ihm ist angekommen, wie viele Falschmeldungen momentan über den Coronavirus-Verdacht im Kreis Unna kursieren: „Das ist unglaublich, was da gerade vor sich geht.“

Ergebnisse möglicherweise noch am Freitagabend

Der Stand sei nach wie vor der gleiche: Die Probe mit dem Abstrich aus dem Rachen des Mannes ist unterwegs zur Untersuchung in der Berliner Charité. Wahrscheinlich noch am Freitagabend werde sich dann klären, ob der Mann tatsächlich am Coronavirus erkrankt ist oder nicht.

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Gleichzeitig kursiert laut Marien-Hospital eine WhatsApp-Nachricht, in der sich eine Person als Mitarbeiter der Intensivstation des Krankenhauses ausgibt und als solcher Panik verbreitet.

„Diese Behauptungen sind Fake News und Panikmache in einer Situation, wo sich das Klinikum Lünen in Abstimmung mit dem Kreis Unna um einen uns anvertrauten Patienten und den Schutz der Bevölkerung kümmert“, sagt Weinand dazu. Das Krankenhaus habe Strafanzeige erstattet.

Der 57-Jährige Mann aus Kamen war beruflich im chinesischen Wuhan unterwegs gewesen, wo das Virus ausgebrochen war. Wieder zurück in Deutschland, litt er an Reizhusten. Ein Hausarzt habe ihm dann geraten ins Krankenhaus zu gehen. Dort wird er seit Donnerstag isoliert. Dem Mann geht es gut.

Im Krankenhaus war man indes gut vorbereitet auf einen Fall wie diesen: Es gibt massig Atemmasken und eine spezielle Infektionsstation, auf der jedes Zimmer eine eigene Schleuse hat.

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