Coronavirus: Raumausstatter Lübke näht jetzt auch Mund- und Nasen-Masken

mlzSchutzmaterial

Eigentlich nähen die Mitarbeiterinnen von Raumausstatter Lübke in Brambauer Dekoratives fürs Zuhause. Ab sofort nähen sie aber auch Masken gegen Corona-Infektion. Wenn es genügend Stoff gibt.

Brambauer

, 31.03.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Montag (30.3.) werden in der Näherei der Brambauer Firma Raumausstatter Lübke eher ungewöhnliche Dinge genäht. Nämlich Masken für Mund und Nase. Gedacht sind sie vor allem für Menschen, die sich selbst in den Zeiten der Corona-Krise schützen wollen.

„Jeder, der welche haben möchte, kann sie bei uns bestellen“, sagt Chefin Simone Lübke. Am besten per Mail an info@luebke-wohnen.de Simone Lübke hofft, ab Mitte dieser Woche mit der Auslieferung der Masken beginnen zu können.

Das hängt allerdings davon ab, ob es ausreichend Stoffe für die Masken gibt. Es muss kochfeste Baumwolle als Rohmaterial sein. „Das hat jeder zuhause, beispielsweise als Bettlaken“, so die Unternehmerin aus Brambauer.

Allerdings ist kochfeste Baumwolle kein Material, das normalerweise bei Raumausstatter-Betrieben verarbeitet wird. Denn da wird vor allem darauf geachtet, dass die Stoffe schwer entflammbar sind.

In diesen Zeiten, in denen viele Menschen sich mit Masken vor Mund und Nase vor Ansteckung mit dem Coronavirus schützen wollen, und immer mehr Menschen auch privat Masken nähen, ist es derzeit nicht so einfach, den passenden Baumwollstoff zu bekommen. „Der Markt dafür ist derzeit wie leer gefegt“, so Simone Lübke.

Mit Gummikordel und Bindeband

„Wir nähen aktuell Masken aus Uni-Stoff, wahlweise mit Gummikordel oder

mit Bindeband. In der nächsten Woche erweitern wir auf bunten Stoff, so

dass die Masken zusätzlich als modisches Accessoire sehr schön getragen

werden können.“, sagt sie.

In der Näherei der Raumausstatter-Firma sind 15 Näherinnen beschäftigt. Die werden nun mit Masken und in Schichten arbeiten, damit der vorgeschriebene Mindestabstand eingehalten wird. Sie kümmern sich um die normalen Aufträge. Denn auch wenn die Raumausstatter-Firma aus Brambauer die Geschäftsräume für Kunden wegen der Corona-Verordnungen auch derzeit geschlossen ist - das Online-Geschäft über wunschgardine.de läuft auch in diesen Zeiten weiter. Simone Lübke: „Wir haben schon vor sieben Jahren mit dem Onlinehandel angefangen. Jetzt profitieren wir sehr von dieser Entscheidung.“

Simone Lübke hofft nun auf passendes Material für die Mund- und Nasen-Masken, damit die angestrebten hohen Stückzahlen am Ende der Woche zur Verfügung stehen können. „Es ist kein medizinischer Schutz. Aber ich denke, die medizinisch geprüften Schutzmasken sollten an die Krankenhäuser, Praxen und Pflegedienste gehen.“ Die genähten Masken könnten auch bei der nächsten Grippewelle genutzt werden.

Simone Lübke hatte am Wochenende die Aktion bei Facebook beworben. „Mir haben Bekannte geschrieben, dass sie gerne die Masken hätten, um sich selbst beim Einkaufen zu schützen oder dass sie sie gerne für ihre Eltern hätten, um diese besser zu schützen.“

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