Das Lüner Restaurant Stockey schließt 2016

Traditionsbetrieb

Das Restaurant „Stockey“ an der Dortmunder Straße schließt zum 31. Juli 2016. Damit endet die Ära eines der traditionsreichsten und namhaftesten Restaurants in Lünen. Die vier fest angestellten Mitarbeiter sowie zwei Auszubildende und einige Aushilfen werden wohl ihren Job verlieren.

von Paul Klur

LÜNEN

, 21.12.2015, 18:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Lokal "Zum Stockey" an der Dortmunder Straße in Lünen.

Das Lokal "Zum Stockey" an der Dortmunder Straße in Lünen.

Die Schließung bestätigte Dirk Becke, der Leiter des Restaurants an der Dortmunder Straße, am Montag auf Anfrage. Die Verträge der Mitarbeiter liefen zu diesem Zeitpunkt aus. Inhaber Horst Fahrer gehe in Rente, „das hat er auch verdient“, so Becke. Deshalb müsse das Restaurant aber im nächsten Jahr schließen.

Ob es in anderer Form weitergehe, könne er momentan noch nicht sagen. „Die Mitarbeiter können wir bei einer vollständigen Schließung nicht weiter beschäftigen – außer jemand möchte das Restaurant übernehmen“, sagte Becke. Seine Gäste habe er bereits darüber informiert. Im Januar möchte er dann bekannt geben, wie die Zukunft des Betriebs aussehen soll.

Antrag auf Massenentlassung gestellt

Manfred Sträter von der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) in Dortmund sagte auf Anfrage, dass ein sogenannter „Antrag auf Zustimmung zur Massenentlassung“ bei der Agentur für Arbeit eingegangen sei. Dieser sei bei einem Betrieb mit mehr als zehn Stellen vorgeschrieben.

Für Mitarbeiter mit Schwerbehinderung sei die Zustimmung für eine Kündigung beim Landschaftsverband erbeten worden. Diese sei den Mitarbeitern wohl in der vergangenen Woche ausgesprochen worden. „Dass dies bevorsteht, ist schon eine Zeit lang klar“, sagte Sträter.

Das Restaurant habe in Lünen und Umgebung einen guten Ruf. „Ich bedauere es aber, dass der Arbeitgeber nach jetzigem Stand keine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern mehr übernehmen möchte“, so Sträter. Er spekuliert, das „Stockey würde sich vielleicht auf den derzeit bereits laufenden Catering-Betrieb konzentrieren. Ob einige Mitarbeiter in diesem Fall dort weiter beschäftigt werden können, wisse er nicht.

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