Dem Bürger eine Brücke gebaut

Bauwerk Bergstraße in der Diskussion

21.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Dem Bürger eine Brücke gebaut

<p>Ist-Zustand der Brücke Bergstraße. Sie wird einem Neubau weichen.</p>

Ortspolitiker und Vertreter der Siedlergemeinschaft «Im Hasener» legten am Sonntag bei einer Bürgerdiskussion der CDU-Ortsunion Gahmen im Lokal Altgahmen den Finger in die Wunde. Sie versuchten, auf die Interessen der Bürger hinzuweisen. Ortsunions-Vorsitzender Peter-Ernst Braun begrüßte zur Diskussionsrunde u.a. den Vorsitzenden der SG «Im Hasener», Michael Selent, der einige Kritikpunkte nannte, wie den erneuerungsbedürftigen Brückenzustand, die einspurige Fahrbahn (nur ein Fußweg auf der Westseite), keine verkehrs- und fußsicheren Radwege, schlechte Beleuchtung sowie keine eindeutige Verkehrsregelung für den Autoverkehr. «Ich sehe beim Neubau der einspurigen Brücke Bergstraße einen erheblichen Handlungsbedarf. Insbesondere ein verkehrssicherer Neubau, eine Behelfsbrücke, eine Ampelanlage, eine ausreichende Beleuchtung sowie die Anlegung eines neuen Rad- und Fußweges auf der Ostseite sollen beim Neubau berücksichtigt werden», forderte Selent. Da die Anschaffungs- und Betriebskosten vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) getragen würden, stünde die Stadt Lünen nicht unter finanziellem Druck. Auch sollte beim Brückenneubau mit Sinn und Verstand gearbeitet werden. Die Brücke sei ein Investitionsprojekt für 80 bis 100 Jahre, «da sollten doch alle Bürgerinteressen ausreichend berücksichtigt werden können», hob der eingeladene Referent hervor. Von Seiten der Bürger wurde u.a. auf das Problem der schlechten Beleuchtung hingewiesen. «Seit 30 Jahren haben wir keinen sicheren Fußweg», meinte ein Bürger. Anlieger Carl Schulz-Gahmen erklärte, dass hier die Stadtverwaltung gefordert sei, mit dem WSA die Kostenfrage zu klären. Ortsunions-Vorsitzender Braun rief dazu auf, dass die Politik als Partner der Bürger mit der Stadt und dem WSA in Verhandlung treten solle. Fachausschuss-Mitglied Paul Jahnke setzte sich für einen Kompromiss ein: «In der Bauphase kann man auf eine Behelfsbrücke vielleicht verzichten, dafür aber letztlich einen breiteren Radweg her-ausholen.» Einstimmigkeit herrschte darüber, dass es beim einspurigen Bau der Brücke Bergstraße bleiben solle und die Brücke nicht als Umgehungsmöglichkeit (Schleichverkehr) für den PKW-Verkehr genutzt werde. -ski

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