Demoliertes Mietrad am Straßenrand: Ärger bei den Bürgern, Firma freut sich über Hinweise

mlzMietfahrräder

In den Sozialen Medien regen sich Lüner Bürger über Vandalismus auf. In der Brunnenstraße wurde im Gebüsch ein zerlegtes Mietrad gefunden - zur Freude des Unternehmens Metropolradruhr.

Lünen

, 09.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Sinn und Zweck der mietbaren Räder ist es, dass man mobil ist und die Umwelt schont. Daher stehen sie in vielen Städten verteilt. So soll es möglich sein, von A nach B zu kommen und die Räder an B stehen zu lassen. Doch ein im Gebüsch gefundenes Zweirad trägt nicht gerade dazu bei, die Umwelt zu schonen. Das sieht auch das Unternehmen Metropolradruhr so und ist für Hinweise dankbar.

Zum Beispiel in diesem Fall: Im Sozialen Netzwerk Facebook machte am Donnerstag (4.7.) ein Bild die Runde: Die Überreste eines Rads von Metropolradruhr im Gebüsch am Rande der Brunnenstraße.

Fundstück stammt nicht aus Lünen

„Das Fahrrad kommt nicht aus Lünen, dort vermieten wir keine Fahrräder. Es stammt definitiv aus Dortmund“, sagt Nadine Thielow, Pressesprecherin von Metropolradruhr.

Das Prinzip ist simpel. Jemand benötigt ein Fahrrad und sieht eines. Er lädt die App herunter, meldet sich an, zahlt mit PayPal und bekommt einen Code für das Schloss zugesendet. Dann geht es schon los. Wenn man auscheckt und das Rad wieder abstellt, gibt man den Ort an und loggt sich aus. Doch immer wieder werden Räder nicht ordnungsgemäß wieder abgestellt und einfach irgendwo liegen gelassen.

Die Pressesprecherin sagt dazu: „Wir haben immer rund zwei bis drei Prozent Verluste. Heißt: Es gehen immer ein paar Fahrräder „verloren“. Das können geknackte Räder sein oder Jugendliche werfen welche über eine Brücke, das ist alles schon vorgekommen.“ Nadine Thielow gibt zu, dass die Fahrräder keine Hochsicherheitsschlösser haben. Das läge an den auffälligen Rahmen, die einen hohen Wiedererkennungswert haben. Die Polizei kenne die Räder genau und erkennt schnell, wenn ein solches geklaut wurde.

Gefundene Räder sollen gemeldet werden

Wenn Räder längere Zeit nicht wieder abgestellt werden, dann fragt das Unternehmen beim Nutzer selbst nach. Falls eine Ausleihe bereits beendet wurde und das Rad nicht auffindbar ist, gilt es klassisch als vermisst und es wird eine Anzeige bei der Polizei gestellt.

Wer ein Mietfahrrad findet, so Nadine Thielow, solle das immer melden: „Wir sind für jedes gefundene Rad dankbar, das gemeldet wird. Es soll nicht als Müll liegen bleiben und wird von unserem Service-Team eingesammelt. Dann kommt es in eine Werkstatt, wo überprüft wird, was noch nutzbar ist.“

Keine Kooperation in Lünen geplant

Auf die Frage der Redaktion an die Stadt, ob es in Lünen bald auch Räder von Metropolradruhr zu mieten gibt, antwortet Stadtsprecher Benedikt Spangardt: „In Lünen sind Leihräder an den Radstationen erhältlich. Im gesamten Kreis Unna gibt es ein Netz an Radstationen, das über die Mobilitätsstrategie „Flexibel UNterwegs im Kreis Unna“ des Kreises kontinuierlich ausgebaut werden soll. Eine Angliederung an Metropolradruhr ist derzeit nicht geplant.“

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