Die Burg Vischering in Lüdinghausen feierte 2021 ihr 750 jähriges Bestehen.
Die Burg Vischering in Lüdinghausen feierte 2021 ihr 750 jähriges Bestehen. © KVC Carsten Böggering
Mit Bus und Bahn durch NRW

Der 9-Euro-Ausflug von Lünen aus: Schlösser, Bergwerk, Kunst und Gewässer

Für neun Euro kann im Sommer der ÖPNV nicht nur für den Arbeitsweg, sondern auch für Entdeckungen in der Region genutzt werden. Wir haben 15 Ausflugstipps von Lünen aus zusammengestellt.

Es könnte ein billiger Ausflugsommer werden. Seit dem 1. Juni gilt das 9-Euro-Ticket, mit dem jeder quer durch Deutschland fahren kann – sofern man den öffentlichen Personennahverkehr nutzt. Viele Reisende zieht es beispielsweise auf die Nordsee-Insel Sylt. Doch so weit und so lange brauchen Ausflügler gar nicht zu fahren, um grandiose Sehenswürdigkeit, tolle Wanderungen oder den ein oder anderen interessanten Stadtbummel zu erleben. Wir haben eine Übersicht erstellt, um Sie mit 15 besonderen Trips in NRW zu inspirieren.

Der Tagesausflug

  • Ganz in der Nähe von Lünen gibt es mit dem Schloss Cappenberg und dem Schloss Nordkirchen gleich zwei besonders schöne Ziele. Vom Lüner Hauptbahnhof fährt der Bus R19 direkt zum Schloss Cappenberg (Dauer: 15 Minuten). Zum Schloss Nordkirchen geht es erst mit der RB50 nach Capelle und von dort weiter mit dem Bus R53 zur Haltestelle „Nordkirchen, Capeller Tor“ (Dauer: 35 Minuten).
  • Wer Kunst, Kultur, Natur und Shopping miteinander verbinden will, ist in der Fahrradstadt Münster gut aufgehoben. Vor Ort gibt es für alle Tierfans außerdem noch den Allwetterzoo Münster. Von Lünen aus geht es mit der RB50/RB51 dorthin (Dauer: 35 Minuten).
  • Ein Tag in Essen hat viel zu bieten: angefangen beim Grugapark mit dem Hundertwasserhaus, über die Zeche Zollverein bis hin zum Baldeneysee mit der Villa Hügel. Vom Lüner Hauptbahnhof fährt man zunächst mit der RB50/RB51 nach Dortmund und von dort mit dem RE1 nach Essen. Mit Bus, Straßenbahn oder U-Bahn geht es weiter zu den Sehenswürdigkeiten (Dauer: 45 – 50 Minuten).
Der Grugapark in Essen ist eines von mehreren Highlights in der Ruhrgebietsstadt.
Der Grugapark in Essen ist eines von mehreren Highlights in der Ruhrgebietsstadt. © picture alliance / dpa
  • In der östlich von Lünen gelegenen Stadt Hamm wartet auf die Besucher neben dem Maximilianpark mit seinem 35 Meter hohen gläsernen Elefanten noch der Tierpark sowie der größte Dravida-Tempel Europas. Mit dem ÖPNV gibt es drei Optionen. Entweder man fährt mit dem Bus S10 vom Lüner Hauptbahnhof direkt nach Hamm. Oder aber es geht mit der RB50/RB50 nach Dortmund und von dort mit dem RE1 weiter nach Hamm. Eine Fahrt über Kamen – erst mit dem Bus S40, dann weiter mit dem RE6 – ist ebenfalls möglich (Dauer: 40 – 60 Minuten).
Der Maximilianpark der westfälischen Stadt Hamm ist ein Freizeitpark, der seit der Landesgartenschau 1984 auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Maximilian errichtet wurde.
Der Maximilianpark der westfälischen Stadt Hamm ist ein Freizeitpark, der seit der Landesgartenschau 1984 auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Maximilian errichtet wurde. © picture alliance/dpa
  • Nördlich von Lünen liegen die Renaissanceburg in Lüdinghausen und die 751 Jahre alte Burg Vischering. Von Lünen geht es zunächst mit dem RB51 nach Lüdinghausen. Von dort gibt es zwei Optionen: entweder per Ruftaxi zur Burg Lüdinghausen oder zu Fuß (1,5 km). Wer zur Burg Vischering will, nimmt den Bus S91 zunächst zum Busbahnhof, von dort geht es mit dem Bus S90 weiter bis zur Haltstelle „Abzweig Burg Vischering“ (Dauer: eine Stunde).
  • Eine schöne Altstadt, weitreichende Wasserlandschaften, die Westruper Heide, den Naturpark Hohe Mark und das geschichtsträchtige LWL-Römermuseum machen Haltern am See zu einem vielfältigen Ausflugsziel. In Lünen steigt man erst in die RB51 bis nach Dülmen. Von dort geht es dann mit der RB42 weiter bis zum Hauptbahnhof in Haltern am See (Dauer: eine Stunde).
  • Eine Burgruine direkt über der Ruhr gelegen gibt es im Süden von Dortmund zu entdecken. Die 245 Meter hohe Hohensyburg mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal bietet einen tollen Weitblick. Von dort sind beispielsweise Wandertouren zum Hengsteysee möglich. Aus Lünen geht es zunächst mit der RB50/RB51 nach Dortmund und von dort weiter mit der Straßenbahn U41 zum Hörder Bahnhof. Dort steigt man um in den Bus 442 bis nach Syburg (Dauer: 1.10 Stunde).
  • Duisburg ist nicht nur Großstadt, sondern hat auch das ein oder andere Kunstobjekt zu bieten. Zum Beispiel die begehbare Achterbahn-Skulptur Tiger and Turtle. Mit dem Zug geht es von Lünen aus nach Dortmund (RB50/RB51) und dann weiter mit dem RE1 nach Duisburg. Hier in die Straßenbahn 903 bis zu Haltestelle „Tiger ans Turtle (Dauer: 1.30 Stunden). Sehenswert ist auch der Landschaftspark Nord (STR 903).
Die begehbare Achterbahn - das Kunstwerk „Tiger & Turtle“ - steht im Duisburger Angerpark.
Die begehbare Achterbahn – das Kunstwerk „Tiger & Turtle“ – steht im Duisburger Angerpark. © picture alliance / dpa-tmn

Für Frühaufsteher

  • Bergbau zum Anfassen gibt es im Trainingsbergwerk in Recklinghausen. 1000 Meter unter der Erde lässt sich die Welt des Steinkohleabbaus hautnah miterleben. In Lünen in die RB50/RB51 nach Dortmund einsteigen und von dort erst nach Wanne-Eickel (RE3) und Recklinghausen Süd (RE42). Hier zu Fuß 15 Minuten oder mit dem Bus 210. In der Nähe gibt es außerdem noch den Landschaftspark Hoheward mit dem Horizontobservatorium (Dauer: 1.20 Stunde).
  • Der Wildwald Vosswinkel bei Arnsberg bietet gleich mehrere Highlights. Auf dem Gelände gibt es so einige Waldbewohner zu entdecken, die teilweise auch gefüttert werden können. Im Klettergarten kann es dann noch sportlich werden. Zunächst in die RB50/RB51 nach Dortmund und von dort in die RE 57 bis nach Neheim-Hüsten. Hier geht mit dem Bus C6 bis zum Busbahnhof und weiter im Bus C5 zu Haltestelle Am Stakelberg. Zu Fuß sind es dann circa 15 Minuten bis zum Wildwald (Dauer: 2 Stunden).
Hirsche und andere Waldtiere gibt es im Wildwald Vosswinkel zu beobachten.
Hirsche und andere Waldtiere gibt es im Wildwald Vosswinkel zu beobachten. © picture alliance / dpa
  • Winterberg lässt sich nicht nur während der kalten Jahreszeit und mit Skiern oder Schlitten entdecken, sondern auch im Sommer. Vor Ort gibt es beispielsweise Wandertouren auf den Kahlen Asten, den zweithöchsten Berg in NRW. Oder aber man schlendert durch die Stadt und besucht die Fachwerkbauten. Vom Hauptbahnhof zunächst nach Dortmund mit der RB50/RB51. Hier muss man dann nur noch in den RE57 nach Winterberg einsteigen (Dauer: 2.30 Stunden).
  • Direkt am Rhein liegen gleich mehrere alte Burgen. Eine, die bestens erhalten ist, steht über Königswinter: das Schloss Drachenburg. Aus Lünen geht es mit der RB50/RB51 wieder einmal nach Dortmund. Hier bringt einen beispielsweise der RE1 nach Köln, von dort aus mit der RB27 nach Königswinter. Hier startet man entweder eine kleine Wanderung hoch zur imposanten Burg oder aber man nimmt die Zahnradbahn (Dauer: 2.50 Stunden).
Das Schloss Drachenburg liegt über der Stadt Königswinter direkt am Rhein.
Das Schloss Drachenburg liegt über der Stadt Königswinter direkt am Rhein. © picture alliance / dpa
  • Das Junkerhaus in Lemgo ist ein skurriler Ort in NRW, an dem der Künstler und Tischler Karl Junker über 20 Jahre lang ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk geschaffen hat. Von Lünen zunächst nach Kamen (Bus S40), dann weiter mit dem RE6 nach Bielefeld und der RB73 nach Lemgo. Eine Fahrt über Dortmund und Bielefeld ist ebenfalls möglich. Von Lemgo geht es mit dem Bus 700 oder 802 bis zur Haltstelle Junkerhaus (Dauer 2.30 – 3 Stunden).
  • Der Biggesee ist einer von vielen Gewässern im Sauerland und die zweitgrößte Talsperre in NRW. Vor Ort gibt es die Möglichkeit zu Wandern, Wassersport zu betreiben, mit dem Boot zu fahren oder aber sich die Attahöhle anzuschauen. Von Lünen erst einmal Richtung Dortmund (RB50/RB51), dann nach Hagen (RE4) und von dort nach Finnentrop (RB91). Ab hier weiter mit der Hessischen Landesbahn, Ausstieg in Kraghammer oder Hohen Hagen (Dauer: 2.50 – 3.10 Stunden).
In Attendorn-Waldenberg ist der Blick über den Biggesee besonders schön.
In Attendorn-Waldenberg ist der Blick über den Biggesee besonders schön. © picture alliance / dpa
  • In Nordrhein-Westfalen gibt es einzigartige Kulturdenkmale. Eines davon sind die rund 40 Meter hohen Externsteine. Aus Lünen geht es mit der RB50/RB51 nach Dortmund, von dort mit dem RE1 nach Hamm. Hier geht es weiter mit der RB69 nach Bielefeld und von dort mit dem RE 82 nach Detmold. Eine andere Option ist der Weg über den Dortmunder Hauptbahnhof, dann nach Hörde (U41), von dort weiter nach Altenbeken (RE11) und nach Horn-Bad Meinberg (RE82). Zwischen Detmold und Horn-Bad Meinberg verkehrt die Buslinie 782, Ausstieg an der Haltestelle „Horn Abzweig Externsteine“ (Dauer: 3.30 Stunden).
Die Externsteine in der Region Teutoburger Wald ragen bis zu 40 Meter in die Höhe.
Die Externsteine in der Region Teutoburger Wald ragen bis zu 40 Meter in die Höhe. © picture-alliance/ dpa-tmn
Über die Autorin
Redakteurin
Seit 2016 hat mich der Lokaljournalismus gepackt. Erst bei der NRZ und WAZ gearbeitet, dann in Hessen bei der HNA volontiert. Nun bei den Ruhr Nachrichten als Redakteurin zu Hause. Wenn ich nicht schreibe und recherchiere, bin ich in den Bergen beim Wandern und Klettern unterwegs.
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