Der "Birdman" landet in der Galerie Anders

Ausstellung

LÜNEN Seine Vogel-Bilder sind mehr als raffinierte Sachlichkeit. Sie sind Ausdruck eines auf Freiheitslust und Normenwut gründenden Postulats. Dieser „Birdman“ genannte kosmopolitische Zugvogel stellt ab Sonntag in der Galerie Anders aus.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 22.10.2009, 18:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Birdman“, bürgerlich Hans Langner, agiert künstlerisch auf einer multimedialen Achse, wo er Malerei, Performance, Tanz, Text und Illustrationen zu Sendboten seiner Botschaft macht. Die lautet schön und schlicht: Der Mensch sei dem Menschen genug. Auf Schnöselei, Schickimickiges und Aufgeblähtes müsse der Mensch verzichten lernen, um sich selbst zu finden. Galerist Wolfgang Anders: „Ich freue mich schon auf Birdman, weil er meine Weltsicht teilt, indem er die menschliche Existenz auf das Wesentliche, die Kunst, zurückführt“. Er ist glücklich und stolz, diesen Vielgefragten, Weitgereisten und Breitwirkenden in der Kiliansmühle präsentieren zu können.

„Birdman“ malt fast nur Vögel, aber das in enormer Variabilität und Originalität. Im Minimalismus seiner Form findet ein großer humanistischer Ausdruck seinen Niederschlag. Die schlichte Linienführung und die Unverstelltheit seiner Darstellungen rücken „Birdman“ in die Nähe eines sensiblen Kinderbuch-Illustrators. Ein Genre übrigens, in dem der Künstler auch schon reüssiert hat.

„Birdman“ liebt den schrillen Auftritt, das stechende Wort, die provokative Geste. Künstlersein ist für ihn Wachsamsein, heißt, den Willen zu bekunden, Freiheit an die Grenze zu führen. RN-Redakteur Karl-Heinz Knepper spricht am Sonntag zur Vernissage die Einführung. Jens Mohr zeigt dabei seine fantastischen „Animal-Sculptures“.

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