Die zweite Denox-Anlage des ehemaligen Steag-Kraftwerks in Lünen wurde am Freitag (23. April) gesprengt. © Hagedorn
Rückbau

Der nächste Knall: Hagedorn sprengt die zweite Denox-Anlage

Die Hagedorn-Gruppe hat am Freitag (23. April) die nächste unangekündigte Kleinsprengung am ehemaligen Steag-Kraftwerk durchgeführt. Dieses Mal ging es um die zweite Denox-Anlage.

Die Hagedorn-Gruppe aus Gütersloh arbeitet weiter am vollständigen Rückbau des ehemaligen Steag-Kraftwerks. Davon bekamen viele Lünerinnen und Lüner am Freitag (23. April) eine erneute Hör- beziehungsweise Kostprobe: „Am Freitagnachmittag wurde die zweite Denox-Anlage auf dem ehemaligen Steag-Kraftwerk in Lünen gesprengt“, teilte das Unternehmen mit.

Die Denox-Anlage nach der Sprengung.
Die Denox-Anlage nach der Sprengung. © Hagedorn © Hagedorn

Der Knall war in Teilen Lünens und Cappenbergs zu hören, über Lippholthausen stieg wieder Rauch auf. Natürlich nicht in dem Maße, wie es beim großen Sprengtag Ende März gewesen ist. „Die Sprengung fand in Absprache mit den Behörden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und wurde vorab nicht angekündigt“, so eine Hagedorn-Sprecherin. Das Unternehmen war in der Vergangenheit bereits mehrmals ähnlich verfahren.

Die nun gesprengte Anlage befindet sich im östlichen Teil des Kraftwerksgeländes und bringt etwa 3500 Tonnen auf die Waage. „Die Anlage diente während der Betriebszeiten zur Rauchgasentstickung. Im Vorfeld sanierten die Hagedorn-Mitarbeiter die Denox von allen Schadstoffen“, erklärt die Sprecherin. „Bei dieser Sprengung handelte es sich um eine Stahlbetonsprengung. Ab 20 Metern beginnt die Stahlkonstruktion, der untere Teil der Anlage besteht aus Stahlbeton. Bei der Sprengung ergriffene Staubminderungsmaßnahmen sorgten dafür, dass der Staub bestmöglich gebunden wurde.“

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Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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