Auf sechs vielbefahrenen Straßen in Lünen gilt seit dem 4. Oktober neuerdings Tempo 30. © Landsiedel
Meinung

Die neuen Tempo-30-Zonen sind Quatsch – aber eine super Entscheidung

Auf sechs viel befahrenen Straßen in Lünen gilt seit Montag Tempo 30. Die Maßnahme verfehlt ihren Zweck, dennoch ist das Tempolimit absolut richtig, findet unser Autor.

Eine normale Unterhaltung war am Montag auf der Cappenberger Straße kaum möglich. Zu laut knatterten die Motoren der Autos, Lkw und Motorräder an mir vorbei. Das Bemerkenswerte daran: Seit Montag (4.10.) gilt hier wie auch auf fünf weiteren Verkehrsadern im Stadtgebiet Tempo 30 – um den Lärm zu reduzieren.

Die Maßnahme verfehlt ihren Zweck augen- und ohrenscheinlich. Mag sein, dass durch solch eine Tempo-Drosselung die durchschnittliche Dezibel-Zahl tatsächlich – wie vom Umweltbundesamt (UBA) erklärt – um zwei bis drei Dezibel gesenkt wird. Der tatsächlich hörbare Effekt ist meiner Meinung nach aber mehr als enttäuschend.

Und ich kann den Ärger vieler Autofahrer verstehen. Sie müssen sich jetzt noch langsamer durch die Blechlawinen schieben. Das sorgt verständlicherweise für Unmut. Ich kann das sehr gut verstehen. Als Reporter ist man schließlich selbst andauernd in Eile.

Und dennoch finde ich die Tempo-30-Zonen super. Nicht, weil sie die Stadt viel leiser machen. Aber eine ganze Ecke sicherer. Für diesen Nebeneffekt sollten wir alle das Tempolimit ohne allzu großes Murren in Kauf nehmen. Wenn dadurch auch nur ein Kind auf den Lüner Straßen weniger angefahren wird, haben sich die Schilder gelohnt.

Über den Autor
2014 als Praktikant in der Sportredaktion erstmals für Lensing Media aufgelaufen – und als Redaktionsassistent Spielpraxis gesammelt. Im Oktober 2017 ablösefrei ins Volontariat gewechselt und im Anschluss als Stammspieler in die Mantel-Redaktion transferiert. 2021 dann das Comeback im Sport, bespielt hauptsächlich den Kreis Unna.
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