Am Lüner Hauptbahnhof standen am Montagnachmittag die Züge für kurze Zeit still. © Matthias Stachelhaus (Archiv)
Meinung

Die Stadt sollte die Schlafmützen der Bahn endlich aufwecken

Die Deutsche Bahn demonstriert in Lünen, wie man den Umstieg auf die Bahn und das Fahrrad schwer macht. Die Stadt sollte sich das nicht gefallen lassen, findet unser Autor.

Mindestens zweieinhalb Jahre ist es schon klar, dass für den Hauptbahnhof in Lünen neue Fahrradparkplätze und ein neuer Tunnel beschlossen wurden. Fördergelder stehen dafür mittlerweile auch bereit. Die Modernisierung des Bahnhofs durch die Deutsche Bahn soll aber erst in frühestens anderthalb Jahren losgehen.

Macht schonmal vier Jahre Wartezeit plus Bauzeit von (mindestens) weiteren zwei Jahren. Sechs Jahre mindestens: Das ist eine unerträglich lange Zeit. Schließlich geht es hier um eine Minimaßnahme, nicht um Stuttgart 21.

An die Umwelt sollen wir alle denken. Und uns möglichst schnell umstellen. Weg vom Auto, rauf aufs Rad. Weitere Strecken können auch per Zug zurückgelegt werden.

Doch die allenthalben wiederholten Forderungen, nicht nur von Umweltschützern, auch von Seiten der Politik, sind gut und schön. Und richtig sind sie auch. Der Klimawandel kommt. Die Konsequenzen bekommen wir in immer kürzeren Abständen auch immer persönlicher zu spüren.

Nur muss sich dafür auch an der Infrastruktur etwas ändern. Und zwar schneller als bisher. Wenn die Bahn das nicht aus eigenen Stücken schafft, dann sollte die Stadt ihr Dampf machen und notfalls ihre Kontakte nach Düsseldorf und Berlin spielen lassen.

Über den Autor
Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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Matthias Stachelhaus

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