Diese Themen sind den Gahmenern wichtig

Sicherheit in Lünen

Die Resonanz war mau – nur wenige Menschen aus dem Lüner Stadtteil Gahmen sind der Einladung der Verwaltung am Dienstagabend ins Bürgerzentrum gefolgt, um dort über objektive und gefühlte Sicherheit im Stadtteil zu diskutieren. Themen gab es dennoch, deutlich mehr als Besucher.

Lünen

, 13.12.2017, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Anwohner in Gahmen beschweren sich über Lärm und Brandgeruch vom Grillplatz hinter dem Bürgerzentrum.

Anwohner in Gahmen beschweren sich über Lärm und Brandgeruch vom Grillplatz hinter dem Bürgerzentrum. © Foto: Fröhling

Obwohl laut Lüner Polizei-Chef Frank Schulz die Kriminalitäts-Zahlen in Gahmen „stagnierend oder rückläufig“ seien, haben manche Bewohner doch Bedenken. Zum Beispiel der, in dessen Haus vor einiger Zeit eingebrochen worden ist – trotz extra gesicherter Fenster und Türen. Seitdem fährt in den Urlaub auch die Unsicherheit mit, ob nicht wieder eingebrochen wird. Ein Ehepaar beschwerte sich über Lärm und Brandgeruch vom Grill- und Spielplatz hinter dem Bürgerzentrum.

Niemand zu erreichen?

Das sei meist spät abends, sodass im Ordnungsamt niemand mehr zu erreichen sei. Andererseits wolle man dafür auch nicht gleich die Polizei rufen. Genau für so etwas gebe es eine Rufbereitschaft des Ordnungsamtes, sagte dessen Mitarbeiter Jörg Starost. Die Polizei könne dorthin vermitteln. Das Ehepaar merkte ebenfalls an, dass in der Dunkelheit direkt vor dem Bürgerzentrum häufig viele Jugendliche seien – und das sei unangenehm und teilweise bedrohlich für die Anwohner. Vielleicht könne es helfen, diese Stelle besser auszuleuchten.

Das bezweifelte allerdings Dierk Reinemann, der das Jugendcafé im Bürgerzentrum leitet. Mit Beleuchtung sei die Stelle dort nur noch attraktiver für die Jugendlichen – schließlich könne man so „in Ruhe Joints drehen“.

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns erklärte den Bürgern, dass Stadt, Polizei und Bewohner an einem Strang ziehen müssten, um die Situation weiter zu verbessern. Vielfach seien die Behörden auf Hinweise aus der Bürgerschaft angewiesen – sei es beim Thema Müll, Falschparker oder Verkehrssicherheit. Auch die Mitarbeiter der Ordnungspartnerschaft könnten künftig einfach nicht überall sein. Eine Möglichkeit sei immer eine Privatanzeige, sagte Kleine-Frauns. Dafür soll es bald ein Formular auf der Homepage der Stadt geben.

Zu schnell im Schachtweg



Hans-Georg Fohrmeister, SPD-Ratsmitglied, sprach die Situation vor der Kita Schachtweg an. Vor allem Eltern, die ihre Kinder dort absetzen oder einsammeln, führen zu schnell, seit sie keine „Huckel“ mehr in dem verkehrsberuhigten Bereich bremsten. Ordnungsamt und Verkehrsüberwachung seien sich jetzt nicht einig, ob diese „Huckel“ dort wieder eingebaut werden sollen. Die Stadt konnte dazu am Mittwoch auf Anfrage keine Aussage machen. Einigkeit herrschte am Ende bei der Feststellung, dass die Situation in Gahmen schon einmal deutlich schlimmer war – und Vereine, Organisationen und auch das Bürgerzentrum dort gute Arbeit leisteten.

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Der nächste Bürgerdialog findet am 28. Februar im Pfarrheim St. Gottfried statt, Auf dem Sande. Dann geht es um die Sicherheit in Wethmar.
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