Sprengung

Doppel-Sprengung auf Steag-Gelände überrascht Lünen

Zweimal hat es Rumms gemacht am Freitag (18. 6.). Das waren keine Vorboten des aufziehenden Gewitters, sondern erneute Sprengungen auf dem Steag-Kraftwerksgelände. Etwas war aber anders.
Gleich kracht er auf die Erde: der gesprengte Schonstein. © Hagedorn

Wieder ist ein Stück des 80 Jahre alten Steag-Kraftwerks in Lünen ist verschwunden. Anders als bei den großen Sprengungen am 28. März und den kleineren, die später folgten, hat es aber nicht so laut gekracht.

Die Sprecherin des Unternehmens Hagedorn hat dafür eine Erklärung. Dass es Nicht so laut geknallt habe, liege daran, dass dieses Mal nur wenig Sprengstoff benötigt worden sei. „Bohrlochladungen sind nie so laut wie beispielsweise Schneidladungen bei Stahlsprengungen.“ Exakt sechs Kilogramm Sprengstoff waren nötig, um den 90 Meter hohen Schornstein zu sprengen. Die Moltkestraße in Lünen war dafür eine halbe Stunde vorher von der Polizei gesperrt worden.

Wie auch schon bei anderen kleineren Sprengungen hatte Hagedorn die Detonation nicht Vorher angekündigt – aus Sicherheitsgründen, wie die Unternehmenssprecherin sagt. Es solle verhindert werden, dass sich Schaulustige versammelten.

Bereits am 28. März hatte es eine ganze Reihe an Sprengungen auf dem Kraftwerksgelände gegeben. Unter anderem der Kühlturm, der 250 Meter hohe Schornstein und das Kesselhaus waren gefallen. Es war eine der größten Sprengungen in Deutschland in diesem Jahr.

D
as älteste Steinkohlekraftwerk der Steag war Ende 2018 vom Netz gegangen. Die Abrissarbeiten hatten 2020 begonnen.

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