Doppelte Unfallflucht: Mann ohne Führerschein, dafür mit Schnapsflaschen unterwegs

In Lünen und Dortmund

Erst fiel er in Lünen auf, dann in Dortmund: Ein 70-Jähriger, der mit seinem Auto mehrere andere Wagen beschädigte und dann einfach weiterfuhr. Bei der Überprüfung fand die Polizei Alkohol.

Lünen, Dortmund

03.03.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach zwei Unfallfluchten in Lünen und Dortmund am Samstagmittag (2. März) haben Beamte der Polizei Dortmund den mutmaßlichen Unfallfahrer im Rahmen der Fahndung anhalten können. Bei der Irrfahrt war offenbar Alkohol im Spiel.

Den ersten Verkehrsunfall hatte laut Polizei eine 50-jährige Lünerin am Samstagmittag gegen 13.55 Uhr gemeldet. Ihren ersten Angaben zufolge hatte sie an einer Ampel an der Gahmener Straße in Lünen vor der Kanalbrücke warten müssen. Vor ihr habe ein weiteres Auto gestanden, das plötzlich rückwärts gerollt sei. Sie hupte, trotzdem prallte der Wagen gegen ihren. Den Fahrer schien auch das nicht zu interessieren: Er fuhr einfach weiter.

Polizei sucht und wird fündig

Nur wenig später, gegen 14.15 Uhr, meldete sich ein Zeuge eines weiteren Unfalls. Er hatte beobachtet, wie ein Auto auf der Oberbeckerstraße in Dortmund-Derne mit einem geparkten Wagen kollidiert sei. Das Auto habe wenige Meter weiter kurz am Fahrbahnrand angehalten, dann aber seine Fahrt in Richtung Norden fortgesetzt und sei in die Straße Derner Kippshof abgebogen.

Die Polizei suchte Auto und Fahrer und wurde kurz darauf ganz in der Nähe auf der Straße Auf dem Brink fündig. Wie die Beamten berichten, stellten sie „im Atem des Fahrers nicht nur deutlichen Alkoholgeruch fest, sondern dieser hatte auch sichtlich Probleme, sein Gleichgewicht zu halten und nicht umzufallen.“ Im Fahrzeug fand die Polizei außerdem teils geleerte Schnapsflaschen.

Mann schafft nicht mal mehr den Atemalkoholtest

Der Fahrer, ein 70-Jähriger aus dem Emsland, wurde zunehmend aggressiv. Die Polizei brachte ihn in die nächste Polizeiwache, wo auch eine Blutprobe entnommen wurde. Der Alkoholtest über den Atem hat laut Polizei nicht geklappt, dazu war der Mann „nicht imstande“.

Die ersten Ermittlungen ergaben außerdem nicht nur, dass der Mann bereits mehrfach wegen ähnlicher Delikte aufgefallen ist. Sondern auch, dass er seit mehreren Jahren nicht mehr im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Er musste die Wache schließlich zu Fuß verlassen.

Den insgesamt entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 5000 Euro.

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