Dr. Samir Kazkaz spricht über seine Zeit in Gaza

Lüner Arzt im Einsatz

Urlaub am Strand? Nein: Der Lüner Arzt Dr. Samir Kazkaz verbringt seine freien Tage anders. Zehn Tage lang stand er in Gaza am Operationstisch - bis tief in die Nacht. 43 Menschen operierte er - allesamt schwierige Fälle für den Neurochirurgen. Hören Sie im Interview, an welchen Fall sich Kazkaz besonders erinnert.

LÜNEN

, 05.03.2015, 05:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Samir Kazkaz ist wieder an seinem Schreibtisch im St.-Marien-Hospital und operiert auch wieder in Lünen.

Dr. Samir Kazkaz ist wieder an seinem Schreibtisch im St.-Marien-Hospital und operiert auch wieder in Lünen.

Der Neurochirurg aus dem Lüner St.-Marien-Hospital hatte 4000 Euro Spenden von Moscheevereinen und 1000 Euro von einer Patientin gesammelt. Das Geld hatte es ermöglicht, das OP-Team in Gaza zu bezahlen.

"Auf der Liste standen 200 Leute", sagt Kazkaz nach der Rückkehr, "aber obwohl ich jeden Tag viele Stunden operiert habe, warten die meisten noch auf meine nächste Reise."

Interview: So erinnert sich Dr. Kazkaz an Gaza

 

 

Nächstes Ziel: die türkisch-syrische Grenze

Die nächste OP-Reise hat Kazkaz bereits geplant. Das Ziel von 31. März bis 6. April ist aber nicht Gaza, sondern ein Krankenhaus an der türkisch-syrischen Grenze. Behandelt werden dort Syrer, das Krankenhaus steht jedoch auf türkischem Boden. "Das ist sicherer. In Syrien weiß man derzeit nicht, wer Freund und wer Feind ist", so der gebürtige Syrer.

Derzeit würden dort schon Patienten „gesammelt“, die er dann in vier Wochen operieren soll. "Möglicherweise wird auch ein Schönheitschirurg mitkommen, denn viele Menschen dort haben durch Bomben Verbrennungen erlitten."

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