Drei Kita-Gruppen weniger

LÜNEN Mit drei Gruppen weniger in den Kindertageseinrichtungen der Stadt, aber mehr Plätzen für die Betreuung der unter Dreijährigen beginnt am 1. August das neue Kindergartenjahr.

von Von Peter Fiedler

, 30.07.2008, 18:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
66 zusätzliche Plätze für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren gibt es zum neuen Kindergartenjahr.

66 zusätzliche Plätze für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren gibt es zum neuen Kindergartenjahr.

Auch in der Geist kürzt das Rote Kreuz: Der Kindergarten Virchowstraße öffnet zum neuen Kindergartenjahr nur noch mit vier statt fünf Gruppen. Den Rückgang der Anmeldezahlen nennt Knüpp als Ursache der Schließungen beim DRK. „Vor allem das Geistviertel ist überaltert“, erklärt er. Das Personal habe man auf andere Einrichtungen verteilen und somit ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen können. Die Statistik bestätigt den DRK-Chef: Danach besuchen im neuen Kindergartenjahr 2476 Mädchen und Jungen die insgesamt 44 Tageseinrichtungen der Stadt, so Ludger Trepper, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend Familie. Im vergangenen Kindergartenjahr waren es noch 2563. Der Rückgang um 87 entspricht in etwa drei Kindergartengruppen.

Verbessert hat sich das Angebot für die Kleinsten: Die Zahl der Betreuungsplätze für unter Dreijährige steigt von 110 auf 176. Mit dem 1. August starten alle Kitas in eine neue Ära, denn es gilt das Kinderbildungsgesetz (Kibiz). Für die Träger bedeutet es. u.a. neue Personal- und Finanzierungsschlüssel, für die Eltern die Wahl zwischen 25-, 35- und 45-stündigen Betreuungszeiten. In Lünen haben sich 6,3 Prozent der Eltern für 25 Stunden entschieden, 71,9 Prozent für 35 und 21,8 Prozent für 45 Stunden. Dieses Ergebnis weicht klar ursprünglichen Annahmen ab, wonach sich nur ca. 50 Prozent für 35-Stunden entscheiden würden, dafür aber 25 Prozent für 25 Stunden.

Was das Wahlverhalten der Lüner Eltern für die Finanzierung durch die Stadt bedeuten wird, lasse sich derzeit noch nicht genau vorhersagen, so Trepper. 17 zusätzliche Erzieherinnen hat die Stadt eingestellt, um den Kibiz-Anforderungen zu entsprechen. „Im Namen der Stadt möchte ich allen Kita-Trägern für die gute Kooperation bei der Kibiz-Umsetzung danken“, betont Trepper.

Lesen Sie jetzt