Druckerei Schmidt aus Lünen fusioniert mit Wuppertaler Unternehmen

Zum 1. Juli

Fusion in der Lüner Unternehmenswelt: Die Druckerei Schmidt aus Lünen wird mit einem Wuppertaler Unternehmen verschmelzen. Und das ist nicht die einzige Veränderung für die Lüner.

Lünen

08.07.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neue Drucktechnik ersetzt zur Zeit eine Maschine, die dort 19 Jahre lang ihren Dienst absolviert hatte. Mit der Heidelberg Offsetdruckmaschine XL106 verfügen Theo Schmidt und Geschäftsführerin Silke Jungmann in Kürze über eine zweite Druckstraße in seinem Betrieb an der Wethmarheide.

Neue Drucktechnik ersetzt zur Zeit eine Maschine, die dort 19 Jahre lang ihren Dienst absolviert hatte. Mit der Heidelberg Offsetdruckmaschine XL106 verfügen Theo Schmidt und Geschäftsführerin Silke Jungmann in Kürze über eine zweite Druckstraße im Betrieb an der Wethmarheide. © Goldstein

Zum 1. Juli 2020 werden die Druckerei Schmidt aus Lünen und das Druckhaus Ley + Wiegandt aus Wuppertal miteinander verschmelzen. Das teilten die Unternehmen jetzt mit. Die bisherigen geschäftsführenden Gesellschafter beider Unternehmen, Silke Jungmann, Theo Schmidt und Jan Vetter steuern die Geschäfte von nun an gemeinsam.

Standorte Wuppertal und Lünen bleiben erhalten

Die Gesellschaften fusionieren im Rahmen eines Anteilstauschs, wie es in einer Pressemitteilung heißt. „Die Chemie untereinander stimmt“, werden die drei Geschäftsführer darin zitiert. „Die bereits Ende 2019 entschiedene Fusion basiert auf wirtschaftlich gesundem Fundament und ist eine bewusste Gestaltung für die Zukunft - und sie ist vor allem eine Fusion auf Augenhöhe.“

Die Standorte Wuppertal und Lünen bleiben demnach mit den gewohnten Ansprechpartnern erhalten. Durch den Zusammenschluss, teilen die Unternehmen mit, profitierten beide Druckereien nun „von zusätzlichen Maschinenkapazitäten und können ihr Leistungsangebot erweitern“.

Beide Unternehmen verfügen jeweils über 100 Jahre Erfahrung. „Gebündelt wird bei der Unternehmensverschmelzung nicht nur die Produktpalette beider Firmen, sondern auch das große Know-how unserer Mitarbeiter“, erklärt Silke Jungmann. „Entstehen wird ein Team aus rund 75 Mitarbeitern.“

Fusioniertes Unternehmen will neu einstellen

Mitarbeiter wird das fusionierte Unternehmen nicht entlassen, stattdessen sollen sogar neue Mitarbeiter eingestellt werden, weil manche Geschäftsbereiche erweitert werden. „Mit dieser Fusion schaffen wir das Fundament für den weiteren Ausbau des Unternehmens“ sagt Theo Schmidt. „Themen wie Digitalisierung, Webshops und Lettershop-Leistungen können wir so noch aktiver angehen als bisher.“

Am Standort in Lünen ist der Unternehmenszusammenschluss nicht die einzige Veränderung: Im Mai 2020 wurde im Gewerbegebiet Lünen-Brambauer eine Halle für Lager- und Logistik-Dienstleistungen erworben. „Dadurch sind wir in der Lage, die stark wachsende Nachfrage nach unseren gemeinsamen Fulfillment-Lösungen auf kurzen Wegen von beiden Standorten zu bedienen“ so Geschäftsführer Theo Schmidt.

Neuer Name für das Unternehmen

Das fusionierte Unternehmen wird das Geschäft unter dem Namen Schmidt, Ley + Wiegandt GmbH + Co. KG weiterführen.

Ley + Wiegandt wurde 1913 in Wuppertal als Kunst- und Buchdruckerei gegründet. 2008 hat das Unternehmen den heutigen Produktions- und Verwaltungsstandort im Wuppertaler Stadtteil Nächstebreck bezogen.

Die Druckerei Schmidt wurde 1904 in Lünen-Brambauer gegründet. 2007 wurde der heutige Standort im Gewerbegebiet Lünen, An der Wethmarheide bezogen.

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