Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind in Lünen bislang selten aufgetreten. © dpa
Umwelt

Eichenprozessionsspinner: Übersichtskarte listet Nester in Lünen auf

Seit April ist die Stadt Lünen darauf vorbereitet, Raupennester des Eichenprozessionsspinners zu entfernen. Die Stadt meldet jedoch bislang einen geringen Befall. Eine Übersichtskarte.

Das Gift der Nesselhärchen an den Raupen des Eichenprozessionsspinners kann beim Menschen und auch bei Tieren gesundheitliche Probleme verursachen. Kommt man mit den grauen Härchen in Berührung, kann es zu Hautausschlag, Juckreiz oder gar einer Nesselsucht kommen. Daher entfernen die Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL) die Nester. Der Raupenstatus des Eichenprozessionsspinners dauert von etwa Mitte April bis Juni. Nach einer Verpuppungsphase im Juli schlüpfen im August die Falter.

Gemeldete Nester „waren nicht besonders groß“

„Bislang haben wir im gesamten Stadtgebiet nur einen sehr geringen Befall festgestellt. Die wenigen Nester, die wir bislang entdeckt oder gemeldet bekommen haben, sind in der Regel nicht besonders groß und werden von den Wirtschaftsbetrieben Lünen zügig abgesaugt“, teilt Stadtsprecher Alexander Dziedeck auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Den Grund für den geringen Befall sieht die Stadt in den kühlen Temperaturen der vergangenen Wochen. Zudem würden die im im Vorfeld getroffenen präventiven Maßnahmen funktionieren. „Auch denken wir, dass die 150 im Stadtgebiet installierten Meisen-Nistkästen – Meisen gelten als Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners – Wirkung zeigen“, so Dziedeck weiter.

Zudem gab es einige Meldungen von vermeintlichen Nestern des Eichenprozessionsspinners. Sie hätten sich aber als Nester von Raupen der Gespinnstmotte herausgestellt. „Diese Raupen sind aber völlig harmlos“, erklärt Dziedeck. Diese Raupen bilden ein silbriges Nest, das häufig an Traubenkirschen oder anderen Sträuchern zu finden ist. Die Nester des Eichenprozessionsspinners gibt es hingegen nur an Eichen.

Wirtschaftsbetriebe sehen sich gut auf stärkeren Befall vorbereitet

Die Wirtschaftsbetriebe sehen sich dennoch vorbereitet, sollte der Befall des Eichenprozessionsspinners nochmal zunehmen. Bürgerinnen und Bürger können betroffene Eichen der Stadt unter der Rufnummer 02306 104-2020, per Mail an buergertelefon@luenen.de oder alternativ per Mängelmelder-App melden.

Fundorte von Nestern des Eichenprozessionsspinners finden Sie außerdem auf unserer aktuellen Übersichtkarte. Diese Karte soll ständig wachsen. Schicken Sie uns dazu gerne eine Mail an luenen@ruhrnachrichten.de mit dem Ort, an dem Sie ein Nest des Eichenprozessionsspinners gefunden haben.

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