Ein fast 40 Jahre alter Witz bekommt seine Pointe

mlzMeinung

Eigentlich hätte es schon 1983 eine A2-Ausfahrt „Lünen-Süd“ geben können. Das wurde damals verhindert - mit einer Begründung, die fast 40 Jahre später eher für den Anschluss sprechen könnte.

Lünen

, 13.05.2021, 14:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

Lünen hat sich 1983 gegen die Planungen der Nachbarstadt Dortmund gestellt, in Höhe Lanstrop einen Anschluss an die A2 zu bauen. Die Begründung: Angst, dass die Straßen durch den zusätzlichen Verkehr überlastet werden. Während Dortmund seine Pläne einseitig im Jahr 1994 realisierte, musste Lünen erst einmal umdenken. Das passierte 2001, als das Bundesverkehrsministerium der vollständigen Anschlussstelle „Lünen-Süd“ grundsätzlich zustimmte. Knapp zehn Jahre später waren die Planungen fertig, es dauerte nochmal neun Jahre, bis es tatsächlich Baurecht gab. Und nun, im Mai 2021, könnte es tatsächlich losgehen mit den Arbeiten für den Vollanschluss. Wenn das Wetter denn mitspielt. Bis Ende des Jahres soll dann alles fertig sein - angesichts der bisherigen Dimensionen, in denen das Projekt gedacht und geplant worden ist, ein Wimpernschlag. Allerdings werden die meisten es wohl erst dann glauben können, wenn sie auch tatsächlich in Fahrtrichtung Oberhausen auf die A2 rollen. Ironischerweise könnte dann ausgerechnet dieser Vollanschluss den innerstädtischen Verkehr, der zurzeit nur die B54 und die B236 zur A2 nehmen kann, entlasten. Klingt mit Blick auf 1983 ein bisschen wie ein Witz. Autofahrerinnen und -fahrern, die knapp 40 Jahre später mal wieder in Lünen im Stau stehen, dürfte das Lachen darüber dennoch schwer fallen.

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