Ein Horrorfilm der alten Schule

Kinofest

Welturaufführung beim Kinofest Lünen: Ralf Möllenhoff präsentiert mit seinem Team seinen fünften eigenen Horror-Film „Noir“. Der 43-jährigen Lüner, der hauptberuflich in der Cineworld fürs Vorführen zuständig ist, erklärt im Gespräch auch, warum einer der Hauptdarsteller den Film nicht im Kino sehen darf.

LÜNEN

von Von Beate Rottgardt

, 07.11.2013, 11:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ralf Möllenhoff in einem Saal der Cineworld mit Requisiten aus seinen Filmen. Am 22. November gibt es die Welturaufführung von "Noir" beim Kinofest.

Ralf Möllenhoff in einem Saal der Cineworld mit Requisiten aus seinen Filmen. Am 22. November gibt es die Welturaufführung von "Noir" beim Kinofest.

Vorführung
"Noir" wird als „Noirée“ am Freitag, 22. November, um 22.15 Uhr in der Cineworld gezeigt. Karten gibt es an den Kinokassen und im Internet.

Vieles haben wir in Schwansbell gedreht, zum Beispiel an der schönen Brücke am Schloss. Die Anwohner waren sehr nett und entgegenkommend. Auch in der Cineworld haben wir gedreht. Und die Postproduktion haben wir dank Antenne Unna erledigt, dort konnten wir die Dialoge einsprechen.

Ich hatte mir gewünscht, dass wir „Noir“ beim Kinofest zeigen. Zuerst war es schlecht abzuschätzen, ob es zeitlich klappt. Aber jetzt sind Ende der Woche die Presse-DVDs fertig und ich kümmere mich noch darum, dass der Film ordentlich digital gezeigt werden kann.

Der Film ist ziemlich unkonventionell und experimentell angelegt. Ein Spiel mit Stilrichtungen des Old School Horrors.

Wir haben mit echtem Filmmaterial gedreht, zu 70 Prozent in Farbe, zu 30 Prozent in Schwarz-Weiß. Das hat eine eigene Ästhetik, mit dem Schwarz-Weiß-Anteil zolle ich den Horrorfilmen der 40er- und 50er-Jahre Tribut. Der andere Teil ist im Zeitgeist der 70er- und 80er-Jahre gedreht. Alles ohne digitale Effekte. Ich sage „Vintage-Horror“ dazu. Wir sind sogar zurück von 24 auf 18 Bilder pro Sekunde gegangen. Noch analoger kann kein Film aussehen.

Gerade mal 8000 Euro, das ist verschwindend gering. Ohne die Unterstützung vieler Leute wäre das gar nicht gegangen.

Ich komme kurz ins Bild und nur wenige Zeit danach bin ich tot. Ich hab mich um das Bild, Regie und Organisation gekümmert.

Ich werde „Noir“ auch auf anderen Festivals anbieten, die in Richtung fantastische Filme gehen. Und dann wird es den Film wahrscheinlich auf DVD und BluRay geben.

Luke spielt den Sohn des Hauptdarstellers. Lothar Baltrusch, Moderator bei Antenne Unna, wollte gerne mal mitspielen und ist nun in der Hauptrolle eines Kunstmalers zu sehen.

Nein. Luke ist 13 und der Film ist ab 18. Und es ist auch etwas Anderes, einzelne Szenen zu spielen und bei den Effekten mitzuhelfen, als den kompletten Film zu sehen, der von seiner morbiden Grundstimmung her etwas für Erwachsene ist.

Auch wenn ich derzeit dabei bin, die Vorführungen fürs Kinofest vorzubereiten, bei meinem eigenen Film werde ich im Zuschauerraum sitzen, mit dem gesamten Team.  

Vorführung
"Noir" wird als „Noirée“ am Freitag, 22. November, um 22.15 Uhr in der Cineworld gezeigt. Karten gibt es an den Kinokassen und im Internet.

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