Zunehmend sollen Coronatests in Deutschland auch auf die Mutationen des Virus geprüft werden. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Einzelne Lüner Coronatests werden bereits auf Mutationen geprüft

Nach Empfehlung des RKI sollen ab sofort fünf bis zehn Prozent der Coronatests auf Mutationen geprüft werden. Bei Lüner Tests ist das noch eher die Ausnahme. Mehr Kapazitäten soll es bald geben.

Nach einer Ende vergangener Woche verabschiedeten Empfehlung des Robert-Koch-Instituts sollen fünf bis zehn Prozent der positiven Corona-Proben auf die mutierten Formen des Virus hin sequenziert werden.

Gezielte Testungen können auch durch die jeweiligen Gesundheitsämter veranlasst werden.

Das Gesundheitsamt des Kreises Unna überprüft, laut Kreis-Sprecher Volker Meier, bereits Corona-Tests auf die Mutationen. Wie viele der Tests exakt darauf untersucht werden, kann er jedoch nicht benennen.

Labor baut Kapazitäten aus

Auch im Medizinisches Versorgungszentrum Dr. Eberhard & Partner in Dortmund, dorthin schickt unter anderem die Lüner Hausarztpraxis von Dr. Arne Krüger ihre Corona-Tests, werden diese bereits auf die beiden britischen, die brasilianische sowie die südafrikanische Variante des Coronavirus untersucht.

„Dank einer Kooperation mit der Universität Bielefeld untersuchen wir bereits seit vergangenem Sommer einzelne Proben daraufhin“, erklärt Dr. Arthur Pranada, Leiter der Abteilung Mikrobiologie.

„Allerdings werden solche Sequenzierungen nur bei speziellen Fragestellungen durchgeführt“, so Pranada. „Unsere Kapazitäten werden aber aktuell ausgebaut, sodass wir bald selbst die Möglichkeit haben, dem Vorschlag des RKI nachzukommen.“

Mutation bei Tests in Klinik noch kein Thema

Das Katholische Klinikum Lünen/Werne führt PCR-Tests im eigenen Hause durch, um nach einer Stunde ein Ergebnis zu haben. Für die genetische Sequenzierung gingen die Tests an das Labor Dr. Eberhard & Partner.

Bei 20 positiven Tests in der Woche müsste einer auf die neue Mutation untersucht werden. „In dieser Woche hatten wir drei positive Tests“, so Dr. Berthold Lenfers, Leiter des Covid-Koordinationsstabes am Klinikum. Von daher habe sich das Thema noch nicht gestellt. Man sei aber in Zusammenarbeit mit dem Labor dabei, die Sequenzierung zu etablieren.

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In und um Stuttgart aufgewachsen, in Mittelhessen Studienjahre verbracht und schließlich im Ruhrgebiet gestrandet treibt Kristina Gerstenmaier vor allem eine ausgeprägte Neugier. Im Lokalen wird die am besten befriedigt, findet sie.
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Kristina Gerstenmaier

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