Enkel-Trick auch bei Gericht: Betrüger nutzen Daten von Gerichtsvollziehern

Enkel-Trick

Das Wort Enkel-Trick steht für ein übles Spiel, bei dem sich Leute unter falscher Identität melden, um an Geld und Wertsachen zu kommen. Die Betrugsmasche hat nun auch die Gerichte erreicht.

Lünen

, 26.09.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Enkel-Trick auch bei Gericht: Betrüger nutzen Daten von Gerichtsvollziehern

Ein Teil der Fassade des Lüner Amtsgerichts am Spormeckerplatz. © Foto Goldstein

Der Enkel-Trick ist eine betrügerische Masche, die es scheinbar seit Generationen gibt: Es melden sich angebliche Verwandte in vermeintlicher Not bei vornehmlich älteren Menschen, um an Geld oder Wertsachen zu kommen.

Jetzt haben Gerichte ebenfalls Erfahrungen mit dieser Masche machen müssen. So warnt das Lüner Amtsgericht zum Beispiel auf seiner Homepage mit deutlichen Worten:

„In der Vergangenheit ist es an diesem und auch anderen Gerichten zur Abwandlung des sogenannten „Enkel-Tricks“ gekommen. Dabei wurde missbräuchlich der Name oder die Mailadresse von Beschäftigten verwendet. Betroffen von diesem Betrug sind offenbar Gerichtsvollzieher. Auch sei immer wieder die Telefonnummer des Gerichts von den Betrügern verwendet worden.

Rückruf hilft, sich im Zweifel abzusichern

Weiter heißt es in der auch auf anderen Seiten im Netz verbreiteten Warnung: „Die bei dem Amtsgericht tätigen Gerichtsvollzieher und Gerichtsvollzieherinnen und auch alle sonstigen Mitarbeiter werden niemanden per Telefon auffordern, angebliche Forderungen durch Überweisung auf ein Bankkonto zu begleichen.“ Auch die Polizei rät zu grundsätzlichem Misstrauen bei solchen Anrufen und sich durch ein Telefonat davon zu überzeugen, ob es mit rechten Dingen zugeht.

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