Erinnerung an Lüner Mord-Opfer von Karfreitag 1945 in der Bittermark

Im Südpark

Auch in Lünen-Süd erinnern der Förderverein Gedenkstätte Steinwache und das International Rombergpark-Komitee an Nazi-Verbrechen, die an Karfreitag 1945 rund 300 Menschen das Leben kosteten.

Lünen-Süd

, 02.04.2021, 17:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Katrin Rieckermann und Nils Märtin legten am Karfreitag einen Kranz am Gedenkstein im Lüner Südpark nieder.

Katrin Rieckermann und Nils Märtin legten am Karfreitag einen Kranz am Gedenkstein im Lüner Südpark nieder. © Rieckermann

Im Namen des Fördervereins Gedenkstätte Steinwache und des Internationalen Rombergpark-Komitees legten Katrin Rieckermann und Nils Märtin am Karfreitag (2. April) am Gedenkstein im Lüner Südpark einen Kranz nieder.

„Da auch in diesem Jahr dort pandemiebedingt keine Gedenkveranstaltung stattfinden konnte, wurde auf diese Weise symbolisch an die sechs kommunistischen Widerstandskämpfer aus Lünen erinnert, die noch kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs am Karfreitag 1945 in der Bittermark in Dortmund ermordet wurden“, teilte Katrin Rieckermann mit. „Ihr Vermächtnis, der Kampf gegen Naziherrschaft und Krieg, soll in mahnender Erinnerung bleiben.“

In der Bittermark sowie im Rombergpark und auf dem Eisenbahngelände zwischen Hörde und Berghofen wurden zwischen 7. März und 12. April 1945 rund 300 Menschen durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) ermordet. Bei den Opfern soll es sich um Zwangsarbeiter aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Jugoslawien, Polen und der Sowjetunion gehandelt haben.

Außerdem wurden deutsche Widerstandskämpfer ermordet, die man zuvor aus Gefängnissen der Gestapo in Hörde und der Steinwache in die Bittermark gebracht hatte. Insgesamt 89 Opfer wurden dort nach der Befreiung durch amerikanische Truppen am 22. April bestattet. Ein Mahnmal erinnert seit 1960 an das Verbrechen.

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