Erst Zigaretten geklaut, dann Feuer gelegt?

Kiosk an Viktoriastraße

Nach dem Feuer in einem Container-Kiosk an der Viktoriastraße Ende August ermittelt die Polizei mittlerweile wegen vorsätzlicher Brandstiftung: Vor dem Brand sind in dem Kiosk nämlich mehrere Zigarettenautomaten aufgebrochen worden. „Das steht vermutlich im Zusammenhang“, sagte ein Mitarbeiter der Pressestelle jetzt auf Anfrage.

LÜNEN

von Marc Fröhling

, 11.09.2017, 12:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Von dem Kiosk war nach dem Brand nicht mehr viel übrig.

Von dem Kiosk war nach dem Brand nicht mehr viel übrig. © Foto IDA News/Werner

Indes haben sich Anwohner gemeldet, die sich seit Wochen durch das Treiben am Kiosk und rund um den Kiosk herum gestört fühlen. Ein Anwohner, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, berichtet, dass es dort nachts regelmäßig sehr laut sei.

Schüsse und Schlägereien

Mitte August seien außerdem Schüsse zu hören gewesen, auch eine Massenschlägerei habe es dort schon gegeben. Zwischendurch sei auch der Zoll dort gewesen, danach sei der Kiosk geschlossen gewesen. Ständig sei die Polizei vor Ort.

Das kann die Polizei-Pressestelle nicht bestätigen. An der betroffenen Adresse gebe es keine auffällige Häufung von Einsätzen, sagt ein Polizeipressesprecher, auch ein Einsatz mit einer Massenschlägerei sei nicht verzeichnet. Die Schüsse finden sich jedoch auch im Archiv der Polizei wieder. Am 14. April war das, ist dort verzeichnet, die Beamten hätten vor Ort an einem Haus in der Nähe des Kiosks Patronen aus einer Schreckschusswaffe gefunden. Die Schüsse seien wohl im Rahmen von Feierlichkeiten abgegeben worden.

Keine Beanstandung


Auch der Zoll-Einsatz hat stattgefunden, wie ein Sprecher des Dortmunder Hauptzollamts bestätigt. Die sogenannte „Kontrolleinheit Verkehrswege“ sei vor rund sechs Wochen vor Ort gewesen und hat überprüft, ob die Tabakwaren vor Ort ordnungsgemäß versteuert waren. „Keine Beanstandung“, sei das Ergebnis gewesen. Solche Überprüfungen fänden in unregelmäßigen Abständen statt und seien insofern nicht ungewöhnlich. Die angesprochene Schließung habe demnach nichts mit dem Zoll zu tun.

Wie berichtet, war der Container, in dem der Kiosk eingerichtet war, in der Nacht vom 28. auf den 29. August in Flammen aufgegangen, wobei ein Sachschaden von rund 20000 Euro entstand.frö

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