Europawahl auch für Kinder? Stadt entschuldigt sich für falsch versendete Briefe

490 falsche Empfänger

2800 Briefe mit Infos zur EU-Wahl hat die Stadt verschickt. Darin enthalten: Infos zur EU-Wahl. Empfänger waren auch 490 Kinder und Jugendliche. Die aber dürfen gar nicht wählen.

Lünen

, 22.03.2019, 13:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadt hat falsche Briefe zur Europawahl verschickt.

Die Stadt hat falsche Briefe zur Europawahl verschickt. © picture alliance / dpa

Die Stadt Lünen hat Anfang März allen nichtdeutschen EU-Bürgerinnen und -Bürgern ein Informationsschreiben zur Europawahl 2019 zukommen lassen. Darin wurden die Bürgerinnen und Bürger über ihr Wahlrecht informiert und darüber, wie sie es ausüben können.

„Wegen eines technischen Fehlers“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt, „wurde der Informationsbrief auch an Personen unter 18 Jahren versandt“. Da Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bei der Europawahl nicht wahlberechtigt sind, betreffen die Informationen in dem Brief sie nicht. Rund 2.800 Personen wurden angeschrieben, 490 von ihnen haben den Brief fälschlicherweise bekommen.

Unverständnis und Verwirrung?

Die Stadt, die kürzlich noch Wahlhelfer suchte, bittet die betroffenen Jugendlichen und auch die Eltern der Kinder um Entschuldigung für den Fehler und bedauert, falls die Post aus dem Rathaus zu Unverständnis oder Verwirrung geführt haben sollte.

Bei den Europawahlen am Sonntag, 26. Mai, können EU-Bürgerinnen und -Bürger entscheiden, ob sie in ihrem Herkunftsstaat oder in Deutschland an der Wahl zum Europäischen Parlament teilnehmen wollen. Wer in Lünen wählen möchte, muss seit mindestens drei Monaten in Deutschland oder der Europäischen Union leben, eine Wohnung in Lünen haben und mindestens 18 Jahre alt sein.

Um hier wählen zu können, müssen sich nichtdeutsche Unionsbürgerinnen und -bürger im Bürgerbüro der Stadt Lünen bis zum 5. Mai ins Wählerverzeichnis eintragen lassen. Wer bereits 2014 in Deutschland an der Europawahl teilgenommen hat, ist automatisch im Wählerverzeichnis eingetragen und muss keinen neuen Antrag stellen.
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