Europawoche in Lünen wegen Corona verschoben - Gemeinschaft bleibt

Corona-Krise

Die Veranstaltungen zur Europawoche werden in Lünen verschoben. Die Corona-Pandemie macht auch hier einen Strich durch die Pläne. Der europäische Gedanke soll dennoch erhalten bleiben.

Lünen

, 07.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neben anderen Veranstaltungen wurde das Lüner Rathaus zum Europatag am 2019 illuminiert. Die für dieses Jahr geplanten Veranstaltungen müssen wegen der Corona-Krise verschoben werden.

Neben anderen Veranstaltungen wurde das Lüner Rathaus zum Europatag am 2019 illuminiert. Die für dieses Jahr geplanten Veranstaltungen müssen wegen der Corona-Krise verschoben werden. © Blaszczyk (A)

Die Stadt Lünen muss auf die geplanten Veranstaltungen anlässlich des Europatages am Samstag, 9. Mai, verzichten. Jedes Jahr wird rund um den Europatag bundesweit die Europawoche ausgerufen, die in diesem Jahr vom 2. bis 10. Mai 2020 stattfindet. Daran nimmt auch die Lippestadt als als „Europaaktive Kommune“ für gewöhnlich teil.

„In Planung war unter anderem ein Vortrag zur anstehenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft und dem ‚New Green Deal‘ der EU-Kommission sowie eine Europafahrradtour“, sagt Horst Müller-Baß, der für Europangelegenheiten zuständige Beigeordnete Lünens, dazu.

Besonders bedauerlich sei die Absage eines Schulprojekts mit drei Lüner Schulen und den Künstlern Susanne Hocke und Jürgen Larys, so Müller-Baß weiter. Die Stadt arbeite aber bereits zusammen mit mit der Auslandsgesellschaft NRW und der Europa-Union Lünen an möglichen Nachholterminen.

Einschränkungen für alle Bürger der EU

Die derzeitige Corona-Pandemie ist laut Müller-Baß eine große Herausforderung für alle Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union. „Einige Einschränkungen der Vorzüge unserer Europäischen Union - verhängt als Reaktion auf das Virus - spüren wir alle. Mit geschlossenen Grenzen ist auch unsere Reisefreiheit eingeschränkt; der geplante Sommerurlaub rückt folglich in weite Ferne.“

Für den ehemaligen Staatsminister für Europaangelegenheiten und Vorsitzenden der Auslandsgesellschaft NRW, Wolfram Kuschke, zeigt sich der europäische Gedanke aber auch während der Pandemie. „Krankenhäuser nehmen Erkrankte aus Nachbarländern auf, weil - glücklicherweise - Intensivbetten frei bleiben.“

Mit finanzieller Unterstützung der EU werde an einem Impfstoff geforscht und 37 Milliarden Euro aus den Strukturfonds würden den Mitgliedsstaaten zur Bewältigung der Krise zur Verfügung gestellt. „Wir in Europa können diese Krise meistern, indem wir zusammenhalten und uns gegenseitig stützen“, so Kuschke.

„Krise gemeinsam bewältigen“

„Solche Krisen können wir nur gemeinsam bewältigen und nicht durch Abschottung“, sagt Jochen Otto,, Vorsitzender der Europa-Union Lünen. „Wir brauchen kohärente Lösungen und weiterhin Solidarität und Unterstützung mit denen, die es am härtesten trifft.“

Aktuelle Informationen rund um Europa in Lünen, zu möglichen Nachholterminen für Veranstaltungen der Europawoche, Wettbewerben und Fördermittelaufrufen der EU sowie zu Städtepartnerschaften gibt es auf der Website der Stadt Lünen sowie auf der Seite der Europa-Union Lünen und der Auslandsgesellschaft NRW.

Europatag

Schuman-Erklärung als Grundstein der EU

  • Hintergrund des Europatages ist die sogenannte „Schuman-Erklärung“ vom 9. Mai 1950.
  • Vor 70 Jahren unterbreitete Robert Schuman, damaliger französischer Außenminister, seinen Vorschlag für ein vereintes Europa als unerlässliche Voraussetzung für die Aufrechterhaltung friedlicher Beziehungen.
  • Die Schuman-Erklärung gilt als Grundstein der heutigen Europäischen Union.
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