Digitale Medien spielen eine immer größere Rolle - und ihre Nutzer werden immer jünger. Wir zeigen, worauf Eltern achten müssen. © Jelleke Vanooteghem / Unsplash
Video-Interview

Experten-Tipps für digitale Medien: So surfen Kinder sicher im Netz

In der Corona-Pandemie sind selbst jüngere Kinder im Home-Schooling auf Tablet und Computer angewiesen. Wir erklären, worauf Eltern dabei achten müssen und welche Möglichkeiten es im Netz gibt.

Schulaufgaben per iServ, Klassenkonferenz auf Teams, Musikunterricht per Wire: Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich der Unterricht für Kinder und Jugendliche stark gewandelt. Und damit auch die Mediennutzung: Tablet und Computer sind selbst für Kindergarten-Kinder kein Tabu mehr. Ab welchem Alter eine Mediennutzung sinnvoll ist und worauf Eltern achten müssen, erklärt Kinder- und Jugendtherapeut Dr. Christian Lüdke im Video-Interview:

Egal, welches Endgerät Kinder nutzen – Eltern haben verschiedene Möglichkeiten, Tablet & Co. kindersicher zu machen. So bieten zum Beispiel Windows, MacOS und Android Filter an, mit denen der Zugriff auf jugendgefährdende Seiten beschränkt werden kann. Allerdings müssen Nutzerinnen und Nutzer diese Filter meistens selbst einstellen und konfigurieren.

Suchmaschinen: Finn und die blinde Kuh

Die klassischen Suchmaschinen wie Google und Bing bieten ebenfalls eine Kindersicherung an, die ebenso wie bei den Betriebssystemen manuell eingestellt werden muss. Großer Nachteil hier: Kinder können diese Sperre relativ einfach wieder aufheben. Wer also nicht ständig neben seinen Kindern sitzen möchte, während diese im Netz surfen, sollte sogenannte Kinder-Suchmaschinen als Standard festlegen.

  • FragFinn.de: Die Suchmaschine mit der kleinen Raupe Finn eignet sich vor allem für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. FragFinn.de gibt es auch als App für Smartphone und Tablet – Eltern können damit zum Beispiel andere Apps sperren, die nichts für Kinder sind.
  • Blinde-Kuh.de: Eine Suchmaschine, die zudem verschiedene Angebote für Kinder bündelt. Somit gibt es bei Blinde-Kuh.de auch Lernangebote und Tipps für den Zeitvertreib während der Corona-Krise.

Schutzprogramme: Software und Zeitlimits

Einen vollständigen Schutz bieten die Kinder-Suchmaschinen nicht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf ein Kinderschutzprogramm zurückgreifen, bei dem viele Funktionen bereits eingestellt sind – und die auch Zeitlimits ermöglichen, wenn man seinem Kind beispielsweise nur eine halbe Stunde am Tag im Netz zur Verfügung stellen möchte:

  • JusProg: Das kostenlose Jugendschutzprogramm „JusProg“ bietet neben einer Filtersoftware auch die Möglichkeit, „schwarze“ und „weiße“ Listen für gesperrte und erlaubte Websites anzulegen.
  • Kindersicherung: Neben Zeitlimits bietet das Programm „Kindersicherung“ unter anderem eine Protokolldatei, die nachvollzieht wer wie lange am Computer gesessen hat.
  • Kaspersky Safe Kids: Der Anti-Viren-Spezialist bietet mit „Kaspersky Safe Kids“ eine App, mit der Eltern und Kind sich gegenseitig verbinden können. Neben Schutzsoftware bietet das Programm auch eine Ortungsfunktion an. Eine Lizenz für ein Jahr kostet 14,99 Euro.
Über den Autor
Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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