Fäuste flogen nach Party in Brambauer: Polizeibeamter schwer verletzt

Polizeieinsatz

Elf Personen haben in Brambauer gefeiert. Es floss Alkohol. Die Situation eskalierte, als die Polizei die Party auflösen wollte. Drei Beamte wurden dabei verletzt, einer davon schwer.

Lünen

, 11.04.2021, 13:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
In einem Haus An der Linnerst eskalierte die Situation nach dem Verstoß gegen die Coronaschutzverordnung.

In einem Haus An der Linnerst eskalierte die Situation nach dem Verstoß gegen die Coronaschutzverordnung. © picture alliance / Patrick Seege

Zeugen haben der Polizei am Samstagabend (10. April) in Lünen-Brambauer An der Linnerst eine Party in einem Mehrfamilienhaus gemeldet. Dabei sollen Anwesende gegen die Coronaschutzverordnung verstoßen haben.

Wie die Polizei am Sonntag (11.4.) meldet, trafen die Polizeibeamten tatsächlich elf Personen aus mehreren Haushalten an. Sie feierten offenbar eine Party. Als die Polizisten die Gäste aufforderten zu gehen, sei die Situation eskaliert. Drei Beamtinnen und Beamte wurden bei dem Einsatz verletzt, einer von ihnen schwer. Er ist zunächst nicht mehr dienstfähig.

Es sei gegen 20.30 Uhr gewesen, als der Polizei die Ereignisse in einem Mehrfamilienhaus in der Straße An der Linnerst gemeldet wurden. In der betroffenen Wohnung trafen die Beamten auf die Bewohnerin sowie zehn weitere Mitglieder verschiedener Haushalte und ein Kleinkind. Einige der Gäste waren offenbar bereits stark alkoholisiert. Niemand habe eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen.

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Nach Mitteilung der Polizei verhielten sich mehrere Personen aggressiv und beleidigend gegenüber den eingesetzten Beamten, unterschritten mehrfach bewusst den Mindestabstand und weigerten sich, eine Mund-Nasen-Bedeckung aufzusetzen. Die Beamten entschlossen sich, die Party aufzulösen und die anwesenden Gäste nach Personalienfeststellung der Wohnung zu verweisen.

Angriff mit geballten Fäusten

Besonders drei Männern aus Lünen (31, 34 und 39) passten diese Maßnahmen überhaupt nicht. Der 31-Jährige verließ zwar zunächst das Haus, jedoch nur unter konstanten Beleidigungen gegenüber den Beamten. Draußen wollte er zudem die Örtlichkeit nicht verlassen, weshalb ihn die Beamten zur Durchsetzung des ausgesprochenen Platzverweises und Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam nehmen wollten. Dies wiederum wollte der 34-Jährige verhindern und ging mit geballten Fäusten von hinten auf einen der Beamten zu. Dieser bemerkte den herannahenden Angreifer und konnte mit einem Schlag mit dem Schlagstock den Angriff verhindern. Der Lüner wollte ihm diesen anschließend entreißen. Bei der entstandenen Rangelei fielen er und der Beamte zu Boden. Der Beamte wurde schwer verletzt.

Männer in Gewahrsam genommen

Unterstützungskräften gelang es schließlich beide Männer in Gewahrsam zu nehmen. Daran hinderte sie auch die zwischenzeitliche Flucht des 31-Jährigen nicht. Zudem nahmen sie den 39-Jährigen, der sich während des Einsatzes sehr aggressiv verhielt, zur Verhinderung von Straftaten in Gewahrsam.

Zusätzlich zu dem schwer verletzten Beamten zogen sich eine Beamtin und ein Beamter bei dem Einsatz leichte Verletzungen zu. Sie blieben dienstfähig.

Neben den Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen der Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung fertigten die Einsatzkräfte Strafanzeigen wegen des Verdachts des Widerstands gegen bzw. tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Besondere Haftgründe lagen nicht vor. Die drei Männer erwarten nun entsprechende Strafverfahren.

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