Falsch in Einbahnstraße - Kein Knöllchen für Lüner

Erfolgreicher Protest bei der Polizei

25 Euro gespart: Mit seinem Protest gegen ein seiner Ansicht nach vollkommen ungerechtfertigtes „Knöllchen“ hatte Dieter Eschenbacher aus Lünen Erfolg. Die Polizei stellte das Verfahren ein. Eschenbacher war falsch herum in eine Einbahnstraße gefahren.

LÜNEN

, 14.12.2016, 13:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch an der Einmündung Kupferstraße/Im Wiesengrund müsste eigentlich ein Einbahnstraßenschild stehen. Nach dieser Aufnahme von Donnerstagmorgen findet sich dort keine entsprechende Beschilderung.

Auch an der Einmündung Kupferstraße/Im Wiesengrund müsste eigentlich ein Einbahnstraßenschild stehen. Nach dieser Aufnahme von Donnerstagmorgen findet sich dort keine entsprechende Beschilderung.

In der Kupferstraße, die im November eine Baustelle war, hatte die Polizei den Lüner zuvor gestoppt, weil er entgegen der Einbahnstraße mit seinem Auto unterwegs war.

Eschenbacher weigerte sich, die 25 Euro Verwarnungsgeld zu zahlen und widersprach schriftlich. Denn, das konnte Eschenbacher mit Fotos belegen: Die Einbahnstraße war nicht durchgehend beschildert. So fehlte zum Beispiel an der Ausfahrt des Stabilo-Marktes in die Kupferstraße, wo Eschenbacher in falscher Richtung abbog, ein Einbahnstraßenschild.

Unsere Redaktion fand das bestätigt. Auch an anderer Stelle, zum Beispiel an der Einmündung Wiesengrund, war die Einbahnstraßenregelung nicht ausgeschildert.

"Zukünftige Verstöße werde ich konsequent ahnden"

Jetzt bekam Eschenbacher Post aus dem Polizeipräsidium Dortmund. „Hiermit stelle ich dieses Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen Sie in diesem Einzelfall, d.h. ohne Rechtsbindung der Behörde, im Rahmen meines gesetztlichen Ermessens ein. Zukünftige Verstöße werde ich konsequent ahnden“, teilte ein Beamter aus dem Verkehrskommissariat 3 mit.

„Ich hätte mir gewünscht, dass die Begründung die fehlenden Schilder und damit der klare Sachverhalt gewesen wäre. Aber das wäre wohl des Guten zu viel gewesen“, kommentierte Eschenbacher die Einstellung.

Strafen für mehrere Autofahrer - Diskussion auf Facebook

Er war einer von zahlreichen Autofahrern, die in der Baustelle Kupferstraße kontrolliert und zur Kasse gebeten wurden. „Ich fürchte nur, dass die meisten anderen Betroffenen die polizeiliche Verwarnung hingenommen haben, ohne dass es dafür, wegen fehlender Beschilderung, eine verkehrsrechtliche Grundlage gab“, meint Eschenbacher.

Auf Facebook war der Fall kontrovers kommentiert worden. Einige Nutzer konnten Eschenbachers Falschfahrt nachvollziehen. Andere waren der Meinung, dass viele Autofahrer die Einbahnstraße mit voller Absicht in der falchen Richtung befuhren - um sich einen Umweg zu sparen. 

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