FDP in Lünen verzichtet auf Bürgermeister-Kandidaten in Corona-Krise

mlzKommunalwahl 2020

In der Geschichte der Lüner FDP wäre es ein Novum gewesen - einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im Herbst aufzustellen. Daraus wird nichts. Es gibt zu viele Unsicherheiten.

Lünen

, 26.04.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die FDP Lünen wird wegen der Corona-Krise entgegen früheren Überlegungen keinen Kandidaten für die Wahl des Bürgermeisters im Herbst dieses Jahres ins Rennen schicken.

Das erklärte Parteivorsitzender Pascal Rohrbach am Freitag (24. April) im Gespräch mit unserer Redaktion.

„Der Hauptgrund liegt für uns darin, dass ein normaler Wahlkampf, wie wir ihn alle kennen, nicht möglich ist. Es ist derzeit völlig ungewiss, ob und wie der Wahlkampf in diesem Jahr stattfinden kann“, sagte Rohrbach.

Außerdem sei noch immer unklar, ob die Kommunalwahl überhaupt am geplanten Datum stattfinden wird. Bislang steht der 13. September als Wahltermin im Raum.

Breitere Öffentlichkeit fehlt

„Die Nominierung eines Bürgermeisterkandidaten erfordert aus unserer Sicht eine breitere Öffentlichkeit, als das in diesen Pandemiezeiten möglich ist“, erklärte Lünens FDP-Chef:

„Ohne eine Vorstellung eines Kandidaten in der breiten Öffentlichkeit und einem persönlichen Kennenlernen erachten wir eine Kandidatur als wenig beziehungsweise nicht ausreichend erfolgversprechend.“

Das sei umso bedauerlicher, so Rohrbach weiter, „wo wir doch in der komfortablen Situation sind, einen ernsthaften Interessenten zu haben“. Um wen es sich dabei handelt, dazu machte Rohrbach keine Angaben.

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