Ferienaktion: Kleine Handwerker bauen Mini-Bunker und Holzkanonen

mlzStadt-Insel

In der Stadt-Insel entdecken in der ersten Ferienwoche viele Kinder ihre handwerkliche Seite: Auf dem Bauspielplatz wird auch in diesem Jahr fleißig gewerkelt. Los ging es vielversprechend.

von Julian Beimdiecke

Lünen

, 30.06.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zugegeben: Säge, Hammer und Nägel sind kein Kinderspielzeug. Dass Kinder aber auch damit tolle Sachen machen können, hat schon in den vergangenen Jahren der Bauspielplatz der Stadt-Insel gezeigt. Die Ferienaktion geht in diesem Jahr in die sechste Runde - und auch diesmal sah es nach dem ersten Tag so aus, als wird es wieder vorzeigbare Ergebnisse geben.

28 Kinder hatten sich angemeldet, um den Garten der Stadt-Insel in eine große Outdoor-Werkstatt zu verwandeln. „Wir wollen mit den Kindern handwerklich mit Holz arbeiten. Mehr Vorgaben gibt es nicht. Was genau gebaut wird, entscheiden die Teilnehmer selbst“, erklärte Stefan Schweitzer, der die Aktion für die Stadt-Insel gemeinsam mit Nele Gründken organisierte.

Kreative Projekte

Dementsprechend kreativ sind die Vorschläge der Kinder: Neben klassischen Ideen wie Möbeln, Hütten und Truhen wird auch an Mini-Bunkern und Holzkanonen gebastelt. Das nötige Holz kommt von privaten und gewerblichen Spendern. Teilweise werden auch neue Erfindungen umgesetzt: Der neunjährige Luis bastelt zum Beispiel an einer Bälleaufbewahrungsbox - einem etwas größeren, viereckigen Kasten, in dem er seine zahlreichen Bälle aufbewahren kann. „Die stelle ich dann nach draußen, packe da die Bälle rein und sie rollen nicht irgendwo rum“, erzählte er von seinen Plänen. Gemeinsam mit Teilnehmer Noah, den er auf dem Bauspielplatz kennenlernte, setzt er seinen Plan schon um. Aufmerksam geworden ist Luis auf die Ferienaktion bei anderen Freizeitangeboten der Stadt-Insel - weil er eine handwerkliche Ader hat, ist er sehr glücklich über das Angebot.

Nele Gründken und Stefan Schweitzer organisierten den Bauspielplatz - unter anderem mussten sie die Aktion an die Corona-Richtlinien anpassen.

Nele Gründken und Stefan Schweitzer organisierten den Bauspielplatz - unter anderem mussten sie die Aktion an die Corona-Richtlinien anpassen. © Beimdiecke

Betreut werden Luis und die anderen Teilnehmer von insgesamt 14 Teamern von der Stadt-Insel. Sie passen auf, dass die Handwerksarbeit unfallfrei abläuft. Zur Sicherheit statten sie die Kinder mit dem notwendigen Zubehör, vor allem Helm und Arbeitshandschuhen, aus. Außerdem geben sie Hilfestellung - und packen mit an, wenn es beim Sägen, Hämmern oder Schleifen Probleme gibt.

Schutz vor Unfällen - und vor Corona

Damit die Gruppe nicht nur vor Unfällen, sondern auch vor Corona geschützt ist, mussten die Organisatoren ihren Plan für den Spielplatz etwas anpassen. „In den letzten Wochen haben wir eigentlich fast nur an unserem Hygienkonzept gearbeitet“, berichtet Stefan Schweitzer. Das sieht unter anderem vor, dass die Kinder in drei Gruppen aufgeteilt sind, die möglichst großen Abstand zueinander haben und von festen Teamern betreut werden. Außerdem soll die Holzwerkstatt draußen durchgeführt werden. Deshalb hoffen alle Beteiligten auf gutes Wetter - zumindest bis Sonntag, wenn die Aktion endet und Mini-Bunker, Bälleaufbewahrungsboxen und Sofas hoffentlich fertig sind.

Lesen Sie jetzt