Feuerwache fast sicher an der Kupferstraße

LÜNEN Die neue Feuerwache wird so gut wie sicher an der Kupferstraße gebaut und auf dem Gelände des Heizkraftwerkes entsteht das neue Zentralhallenbad. Dies entschied der Rat gestern. Allerdings gingen den Entscheidungen heftige Wortwechsel voraus.

von Von Dieter Hirsch

, 19.06.2008, 19:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Hauptfeuerwache Borker Straße: Die Kupferstraße  als neuer Standort ist fast sicher.

Die Hauptfeuerwache Borker Straße: Die Kupferstraße als neuer Standort ist fast sicher.

Zum Hallenbad: Stadtwerkechef Dr. Achim Grunenberg stellte Pläne und Zahlen noch einmal vor. Grüne, FDP, UWG und Stattpartei stimmten gegen den Neubau. Drei Argumente: Die vorhandenen Bäder ließen sich mit weniger Geld sanieren, als das neue kosten würde. Die Kritiker bezweifelten die vorgestellte Finanzierung (9,5 Mio. Euro) für den Neubau. Sie gehen davon aus, dass es rund 14 Mio. Euro kosten werde (Hubert Walnsch, FDP). Mit nur einem Zentralbad stünden den Schulen und Vereinen zu wenig Kapazitäten zur Verfügung (Erika Roß, Grüne).

Zornesröte in Gesichtern von SPD und CDU

Die Argumente trieben den Befürwortern aus SPD und CDU die Zornesröte ins Gesicht. „Sie unterstellen, dass Herr Grunenberg lügt. "Wo haben Sie eigentlich Ihre Zahlen her. Vom an die Decke starren“, donnerte Friedhelm Schroeter (CDU) und verwies auf zwei unabhängige Gutachter, die gerechnet hätten. Schulen und Schwimmvereine hätten schon deutlich ihre Zustimmung zum neuen Bad ausgedrückt, so die Befürworter.  „Niemand wird ernsthaft behaupten, dass ein Bad aus dem Jahre 1955 ohne erhebliche Mittel nach neuesten energetischen Gesichtspunkten aufzupeppen ist“, sagte Herbert Jahn (CDU). Einstimmigkeit gab es dann bei dem Ja zur Sanierung des Freibades Brambauer (unsere Zeitung berichtete).

Kamener Straße als Alternativstandort

Zur Feuerwache: Eigentlich sind sich alle einig, dass die Wache an die Kupferstraße soll. Diesem Standort stimmten auch alle zu. Weil aber die Grundstücksverhandlungen zwar abgeschlossen sind, aber noch keine Unterschrift unter dem Vertrag steht, hat die Verwaltung vorgeschlagen, die Kamener Straße als Alternativstandort vorzusehen. „Wir wollen endlich einen konkreten Standort“, forderte Britta Richter (Grüne). Und wenn schon eine Alternative, dann den Lindenplatz, der der Stadt gehöre. Der sei doch viel zu wertvoll, konterte Hugo Becker (SPD). Der Verwaltungsvorschlag wurde bei zwei Enthaltungen (Grüne) angenommen.

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