Frau aß Giftpilz - jetzt geht es ihr wieder besser

Aus eigenem Garten

„Nie wieder esse ich einen Pilz aus meinem Garten“, sagt Karlamaria Ennker. Dass sie diesen Satz sagen kann, hat sie guten Ärzten und glücklichen Umständen zu verdanken. Die 88-Jährige überlebte eine Knollenblätterpilz-Vergiftung.

LÜNEN

von Von Peter Fiedler

, 26.08.2011, 14:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Nie wieder esse ich einen Pilz aus meinem Garten", sagt Karlamaria Ennker nach überstandener Vergiftung.

"Nie wieder esse ich einen Pilz aus meinem Garten", sagt Karlamaria Ennker nach überstandener Vergiftung.

„Am anderen Morgen hatte ich heftigen Durchfall und mir war übel“, berichtet sie. Sie wurde ins Krankenhaus Burgwedel eingewiesen, einen Tag später in die Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) verlegt. Dort arbeitet Prof. Dr. Michael Manns, „der als einer der anerkanntesten Leberexperten in ganz Europa gilt“, wie Dr. Almut Görtz betont. Denn bei einer Knollenblätterpilz-Vergiftung droht akutes Leberversagen – und damit der Tod. Wenn Medikamente nicht anschlagen, ist eine Lebertransplantation der letzte Ausweg. „Die Ärzte haben mir allerdings gesagt, dass eine Transplantation in meinem Alter nicht in Frage kommt“, berichtet Karlamaria Ennker. Doch sie hatte Glück, die Therapie war erfolgreich. Nach 14 Tagen konnte sie die Klinik verlassen.

Tochter Almut Görtz holte sie in Hannover ab, damit ihre Mutter in Niederaden wieder zur Ruhe und zu Kräften kommen kann. Am Mittwoch dieser Woche gab Karlamaria Ennker dort einem Fernsehteam des NDR ein Interview. Der Beitrag über ihren außergewöhnlichen Fall soll demnächst im Gesundheitsmagazin „Visite“ gezeigt werden. Denn Karlamaria Ennker ist mit 88 Jahren die bisher älteste Patienten, die in der MMH-Klinik eine Knollenblätterpilz-Vergiftung überlebte.

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