In Corona-Zeiten ist die Zahl der Besucher im Freibad auf 300 je Zeitfenster begrenzt. Deshalb können sich die Lüner nicht mehr so im Wasser tummeln, wie im vergangenen Jahr (Archivbild). © Goldstein
Schwimmbäder

Freibad Cappenberger See und Lippe Bad in Startposition für die Saison

Auch das Freibad Cappenberger See und das Lippe Bad haben die Öffnung, zumindest teilweise, fest im Visier. Nach langem Lockdown geht es jetzt nicht nur um Spaß, sondern auch um Schwimmkurse.

Spielt das Wetter mit, dann soll das Freibad Cappenberger See am Dienstag (1. Juni) öffnen. Das teilte die Bädergesellschaft unserer Redaktion auf Anfrage schriftlich mit.

Wie es weiter hieß, sei die Öffnung „wie üblich von den vorherrschenden Wetterbedingungen abhängig. Das heißt eine längerfristige Periode mit stabilen sommerlichen Temperaturen ist Voraussetzung“.

Ähnlich hatte sich erst vor wenigen Tagen der Trägerverein des ebenfalls zu der Bädergesellschaft Lünen mbH gehörenden Freibad Brambauers geäußert. Auch das Freibad in Brambauer soll Anfang Juni öffnen.

Fragezeichen hinter Liegewiesen

Ob das auch für die Liegewiesen in beiden Freibädern gilt, muss sich allerdings noch zeigen. Bei Inzidenzen von 100 bis 50 gilt, dass die Freibäder nur für den Sportbetrieb öffnen dürfen. Liegewiesen müssen geschlossen bleiben.

Unterdessen teilte die Bädergesellschaft weiter mit, dass sie bei einer Öffnung des Freibads Cappenberger See – im Anschluss an die öffentlichen Schwimmzeiten von 7 bis 19 Uhr – den Schwimmvereinen gesonderte Trainingszeiten zur Verfügung stellen will. Die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs (bei Einhaltung der Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung) soll montags bis freitags von 19 bis 21 Uhr möglich sein.

„Über die Schutz- und Hygienemaßnahmen sowie weitere, den Freibadbetrieb betreffende Informationen, werden wir zeitnah informieren. Hier befinden wir uns aktuell noch in der Abstimmung zu einzelnen Details“, heißt es weiter.

Schwimmkurse im Lippe Bad

Zur Öffnung des Lippe Bads und etwaigen Schwimmkursen dort – auch in den Sommerferien -, teilte die Bädergesellschaft unserer Redaktion folgendes mit:

  • Um dem gegenwärtigen Defizit der Schwimmausbildung der Lüner Schwimmvereine unterstützend abzuhelfen, stellt die Bädergesellschaft Lünen das Lippe Bad ab dem 7. Juni bis zum 2. Juli, also fast bis zum Beginn der Sommerferien (5. Juli bis 17. August, Anm. d. Red.) für Vereins-Schwimmkurse in den Nachmittagsstunden zur Verfügung. Die vorhergehenden Zeiten werden für den Schulschwimmunterricht bereit gehalten.
  • Sollten auch die Samstage in der Zeit vom 7. Juni bis 3. Juli sehr wichtige Bausteine der Schwimmerausbildung im Lippe Bad darstellen, so wird die Bädergesellschaft Lünen versuchen, das Lippe Bad in der Zeit von 10 Uhr bis 13.30 Uhr für die Schwimmausbildung der Vereine zur Verfügung zu stellen.
  • Mit Beginn der Sommerferien findet wie üblich die jährliche Revision des Lippe Bads statt, sodass in dieser Zeit keine Wasserflächen angeboten werden können.
  • Dennoch wird die Bädergesellschaft Lünen unter anderem die Revision des Hubbodenbeckens so planen, dass es in den letzten zwei Ferienwochen für Kinderschwimmkurse angeboten werden kann. Drei Intensivkurse á zehn Einheiten bietet die Bädergesellschaft Lünen hier an, wenn die Nachfrage entsprechend ist.
  • Neben den drei Kursen der Bädergesellschaft wird es weitere freie Zeiten im Hubbodenbecken geben. Diese sollen den Lüner Schwimmvereinen für weitere Kurse zur Schwimmausbildung angeboten werden.

Schlechte Schwimmfähigkeit bei Grundschülern

Um die Schwimmfähigkeit von Lüner Grundschulkindern ist es nicht gerade zum Besten bestellt. Das zeigt eine Untersuchung des Teams Schule & Sport der Schulverwaltung.

Danach sind nur 43 Prozent der Zehnjährigen sichere Schwimmer. Dieses und weitere Ergebnisse hatte die Schulverwaltung in einer Digital-Konferenz einem großen Teilnehmerkreis, darunter auch die Bädergesellschaft, vorgestellt. Jetzt soll das Ziel sein, gemeinsam die Schwimmsituation in der Lippestadt zu verbessern.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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Torsten Storks
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