Für bessere Kontrolle: Betriebe müssen Saisonarbeiter der Stadt melden

Coronavirus

Wenn ein Betrieb zum Beispiel Spargelstecher aus dem Ausland beschäftigt, muss er das ab sofort der Stadt melden und die Einhaltung der Schutzmaßnahmen dokumentieren. Sonst droht ein Bußgeld.

Lünen

19.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erntehelfer aus dem Ausland müssen bei der Stadt angemeldet werden.

Erntehelfer aus dem Ausland müssen bei der Stadt angemeldet werden. © Goldstein

Die Landesregierung hat am 9. April die sogenannte Corona-Einreiseverordnung erlassen. Die Verordnung besagt unter anderem, dass Personen, die von außerhalb Deutschlands nach Nordrhein-Westfalen einreisen und länger als drei Tage im Ausland waren, sich nach der Einreise sofort für 14 Tage in Quarantäne begeben müssen.

Es gibt Ausnahmen, zum Beispiel für Saisonarbeiter. Sie dürfen nach ihrer Einreise die Arbeit sofort aufnehmen. „Dazu muss allerdings sichergestellt sein, dass am Ort ihrer Unterbringung und ihrer Arbeit betriebliche Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung außerhalb der Arbeitsgruppe ergriffen werden“, teilt die Stadt mit.

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Für die Umsetzung und Dokumentation ist der Arbeitgeber zuständig. Er muss der Stadt Lünen mitteilen, wenn er Saisonarbeitskräfte aus dem Ausland beschäftigt.

Die Mitteilung kann per E-Mail erfolgen. Bei Fragen können Arbeitgeber auch unter der Tel. (02306) 1040 bei der Stadt Lünen anrufen.

Laut dem Erlass des Landes ist die Stadt Lünen als zuständige Behörde verpflichtet, die Einhaltung der Voraussetzungen in den jeweiligen Betrieben zu überprüfen. Betriebe, die die Stadt nicht oder falsch über eingesetzte Saisonarbeiter informieren, verstoßen gegen das Infektionsschutzgesetz: „Derartige Verstöße können mit Geldbußen bis zu 25.000 Euro geahndet werden.“

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