Gahmener-Halde: Pflegeschnitt zum Schutz der Natur

LÜNEN Was früher nur ein riesiger Abraum- und Kohlehügel war, ist heute Lebensraum für viele Tiere. Damit dies so bleibt, kümmern sich Menschen wie Egbert Gutkowski und Landwirt Carl Schulz-Gahmen um die Pflege des grünen Berges.

von Von Ludwig Overmann

, 17.07.2008, 17:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über 100 Jahre - von 1873 bis 1979 - wurde in Gahmen Kohle gefördert. Als der Bergbau mit der Verfüllung des Schachtes beendet war, glich die Halde eher einer Mondlandschaft als einem Naherholungsgebiet. Mit viel Geld hat der Kommunalverband Ruhr (heute Regionalverband Ruhr) vor 25 Jahren begonnen, nach Plänen von Landschaftsarchitekten die Halde zu bepflanzen und Wege anzulegen.Freiflächen regelmäig mähen Aus der Erkenntnis, dass der immer grüner werdende "Berg" auch Pflege braucht, rückten Gutkowski und Schulz-Gahmen, die sich bereits mit anderen Gahmenern für ihren Stadtteil einsetzten (wir berichteten) mit Fahrzeug und Geräten an. Denn wenn die Freiflächen nicht regelmäßig gemäht werden, wuchern sie zu mit wilden Rosen, Sanddorn und Brombeeren.

Über 100 Jahre - von 1873 bis 1979 - wurde in Gahmen Kohle gefördert. Als der Bergbau mit der Verfüllung des Schachtes beendet war, glich die Halde eher einer Mondlandschaft als einem Naherholungsgebiet. Mit viel Geld hat der Kommunalverband Ruhr (heute Regionalverband Ruhr) vor 25 Jahren begonnen, nach Plänen von Landschaftsarchitekten die Halde zu bepflanzen und Wege anzulegen.Freiflächen regelmäig mähen Aus der Erkenntnis, dass der immer grüner werdende "Berg" auch Pflege braucht, rückten Gutkowski und Schulz-Gahmen, die sich bereits mit anderen Gahmenern für ihren Stadtteil einsetzten (wir berichteten) mit Fahrzeug und Geräten an. Denn wenn die Freiflächen nicht regelmäßig gemäht werden, wuchern sie zu mit wilden Rosen, Sanddorn und Brombeeren.

Am Ende dieser Entwicklung wären nur noch die Wege übrig geblieben, rechts und links davon Gestrüpp und Bäume. Eigentlich wäre die Stadt Lünen für die Pflege zuständig, jedoch fehlt das Geld, so dass sie nur noch die Hauptwege in benutzbarem Zustand hält, berichteten die beiden Gahmener gestern bei einem Ortstermin.Tiere sollen nicht gestört werden

Privatinitiative war gefragt und weil im Maschinenpark des landwirtschaftlichen Betriebs von Carl Schulz-Gahmen ein Mulcher zur Verfügung stand, wurde die Wiese freigeschnitten. "Wir wollen die Vielfalt der Pflanzen auf der Halde und das Feuchtbiotop mit der Kreuzkröte erhalten", sagte Carl Schulz-Gahmen beim gestrigen Ortstermin. So gingen sie behutsam mit dem Fahrzeug und mit Geräten zu Werke, um die Magerwiese mit Disteln und Dornenbüschen sowie Tieren nicht zu zerstören.

Auf Dauer erhalten möchten Schulz-Gahmen und Gutkowski auch die beiden noch vorhandenen Aussichtspunkte, die einen Blick weit über den Stadtteil hinaus ermöglichen.

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