Gedächtnisverlust nach Unfall: Zeuge hat sich bei der Familie gemeldet

mlzVor Rewe in Horstmar

Mit schweren Verletzungen im Gesicht musste ein Lüner im Krankenhaus operiert werden. Ihm fehlt die Erinnerung, wie es dazu kam. Auf den Aufruf der Familie haben sich jetzt Zeugen gemeldet.

Horstmar

, 03.02.2020, 16:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neuigkeiten gibt es nach dem öffentlichen Aufruf der Familie eines jungen Mannes*. Er hatte nach einem Sturz vor dem Rewe an der Preußenstraße am Freitag (24.1.) seine Erinnerung an den Unfall verloren.

Am Montag (3.2.) meldete sich der Vater des Unfallopfers erneut. Diesmal mit guten Nachrichten: denn auf den Aufruf haben sich Zeugen gemeldet. Die Eltern des 31-jährigen Lüners hatten über einen Aushang und in den lokalen Zeitungen um Zeugenhinweise gebeten.

Denn auch die Ärzte rätselten, wie es zu dem Sturz kommen konnte, bei dem der Lüner sich mehrere schwere Knochenbrüche im Gesicht zugezogen hatte.

Zeugen halfen und riefen Rettungswagen

Ein Zeuge bestätigt: Es habe tatsächlich keine Fremdeinwirkung gegeben. So, wie es die Ärzte im Krankenhaus auch bereits vermutet hatten. „Ein älterer Herr hat sich nach unserem Aufruf gemeldet“, sagt der Vater am Montag (3.2.) im Gespräch mit unserer Redaktion. Er habe gesehen, wie der junge Mann vor dem Supermarkt einfach umgekippt sei. Kerzengerade und ohne von außen ersichtlichen Grund.

Bewusstlos schlug er mit dem Gesicht auf den Boden. Der ältere Herr sei erstmal kurz geschockt gewesen, weil das aus seiner Sicht so unvermittelt passierte. Er habe sich dann aber mit Hilfe von zwei weiteren Zeugen um den Bewusstlosen gekümmert.

Zusammen hätten sie den Gestürzten in die stabile Seitenlage gebracht und einen Rettungswagen gerufen.

Situation ging zunächst scheinbar glimpflich aus

Etwa zwei bis drei Minuten später sei der 31-Jährige wieder zu sich gekommen. Er sei aufgestanden, habe sich bei den Helfern bedankt und sei danach wieder zurück in Richtung Rewe gelaufen. Im Eingangsbereich traf er seine Freundin, mit der er hier eigentlich zum Einkaufen gewesen war.

Draußen hätten die Helfer den Rettungswagen dann wieder abbestellt, die Situation war augenscheinlich glimpflich ausgegangen.

Dass er sich tatsächlich drei Trümmerbrüche der Gesichtsknochen zugezogen hatte, merkte der Lüner erst, als er und seine Freundin wieder zu Hause waren. Über drei Stunden lang musste er im Krankenhaus operiert werden.

Dankbarkeit für Hilfe

Dem 31-Jährigen fehlt auch weiterhin jede Erinnerung an den Vorfall. „Er ist seinen Helfern und natürlich auch den Ärzten sehr dankbar“, sagt der Vater. Nach der Operation befindet er sich nun auf dem Weg der Besserung. Bis alle Verletzungen abgeheilt sind, werde es aber noch Monate dauern.

Trotz der Hinweise der Helfer ist immer noch unklar, warum der Lüner spontan das Bewusstsein verlor. Eine Vermutung der Ärzte: Spontane Kreislaufprobleme.

*Die Namen möchten die Familie und auch die Helfer aus persönlichen Gründen nicht veröffentlichen.

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