9. November

Gedenken an November-Pogrome: Lünen zeigt auch in Corona-Zeiten Flagge

Das Gedenken an den 9. November wurde durch Corona stark eingeschränkt. Mit Maske und Abstand setzten trotzdem viele Lüner ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Faschismus.
Mit Sorgfalt und Respekt wurden die Stolpersteine auf der Jägerstraße von Schülern gereinigt. © Nora Varga

Am 9. November wird bundesweit den Pogromen an Juden gedacht. In der Nacht des 9. Novembers wurden jüdische Geschäfte geplündert und Synagogen niedergebrannt. 1200 Synagogen und 7500 Geschäfte werden in dieser Nacht zerstört. Auch in Lünen sterben vier Menschen durch die Gewalt der Nationalsozialisten.

Auf der Jäger-Straße in Lünen liegen die Stolpersteine von Siegmund Kniebel und Johannes Berg. Fabian und Lisa von der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule haben die Steine am Montag (9. November) gereinigt. Jochen Berg ist der Leiter der AG Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage. Er hat sich mit seinen Schüler durch Filme und Bücher auf diesen Gedenktag vorbereitet: „Wir wollen mit unserer AG solche Gedenkveranstaltungen mitgestalten.“ Die Aktion ist Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche Lünen-Süd entstanden. Der ehemalige Gemeindereferent Stephan Wilhelm und Pfarrerin Andrea Rahm erinnern sich noch an die Verlegungen des ersten Steines 2009.

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In Corona-Zeiten: Gedenken an den 9. November

Zum Jahrestag der Reichspogromnacht am 9.11.1938 gab es auch an der Realschule Altlünen eine besondere Aktion von und mit der Schülerschaft.

In verschiedenen Unterrichtseinheiten ging es darum, Schlüsse aus Lünens Geschichte zu ziehen. Die Schüler formten das Wort „Toleranz“ mit weißen Luftballons.

Auch bei der Aktion Pflanz Toleranz des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums und einer Kranzniederlegung des Bürgermeisters wurde an die schrecklichen Taten des 9.11. erinnert.

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