Gefährliche Raupen sind auch für Tiere eine Gefahr - sogar für Hauskatzen

Eichenprozessionsspinner

Sie sind für Mensch und Tier gefährlich: die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Warum auch Haustiere ohne Auslauf im Freien betroffen sein können, erklärt eine Lüner Tierärztin.

Nordlünen

, 16.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Gefährliche Raupen sind auch für Tiere eine Gefahr - sogar für Hauskatzen

Der Tierarztbesuch bleibt bei Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner nicht aus. © picture alliance/dpa

Viel wurde in diesem Jahr schon über ihn berichtet und viele sind immer noch von den Folgen betroffen: Der Eichenprozessionsspinner ist nach wie vor ein großes Problem, nicht nur für den Menschen. Auch Tiere sind von den Auswirkungen betroffen.

Selbst Hauskatzen sind betroffen

„Die Tiere müssen dafür nicht einmal draußen in Kontakt mit den Raupen gekommen sein“, warnt die Lüner Tierärztin Barbara Seibert in ihrer Praxis an der Cappenberger Straße. Erst neulich habe sie zwei Katzen behandeln müssen, die ihre Nasen und Zungen verbrannt hatten. Dabei seien die Katzen reine Hauskatzen gewesen. Das heißt sie haben keinen Freigang und somit keinen Kontakt zu Eichen. In denen befinden sich die Nester der Raupen.

Der Besitzer der Tiere habe die Raupen mit ins Haus gebracht. Daraufhin haben sich die Katzen mit den heruntergefallenen Raupen beschäftigt. „Sie haben darauf herumgekaut und sie zerbissen“, sagt Seibert.

Schwere Verbrennungen und Atemprobleme

Die Folgen des unverhofften Imbisses: „Sie hatten schwere Verbrennungen an ihren Nasen und Zungen und Atemprobleme“, erzählt die Tierärztin. Viel könne man in solchen Fällen nicht für die Tiere tun. „Wir haben Antibiotikum und Cortison verabreicht“, sagt Seibert.

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