Gefilmte Kirchen-Einbrecher aus Lünen sind gefasst

Kamera an St. Marien

Sie haben in der St.-Marien-Kirche in Lünen randaliert, einen Schaden von über 1000 Euro angerichtet - und sind dabei von der Überwachungs-Kamera gefilmt worden. Nachdem Pfarrer Clemens Kreiss die Täter auf Facebook aufgefordert hatte, sich zu stellen, hat die Polizei sie mittlerweile festgenommen.

LÜNEN

, 27.10.2015, 17:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die St.-Marien-Kirche in Lünen.

Die St.-Marien-Kirche in Lünen.

Die Festnahme der beiden jugendlichen Randalierer bestätigte Polizeisprecher Kim Ben Freigang am Dienstag auf Anfrage: „Sie sind ermittelt worden und warten jetzt auf ein Strafverfahren.“ Nähere Angaben machte die Polizei nicht.

Offenbar, vermutet Pfarrer Clemens Kreiss, hätten auch die hochauflösenden Kamerabilder zur Festnahme geführt. „Wir freuen uns, dass unsere Videoanlage so gut funktioniert“, sagt Kreiss, der sich über die Randalierer ärgert.

Gestohlen wurden nämlich nur „sechs Euro nochwas“, wie Kreiss erklärt: „Aber ums Geld ging es nicht. Wir haben ja auch einen Zettel aufgehängt, auf dem steht, dass Leute, die Geld brauchen, sich ans Pfarrbüro wenden sollen.“  Der Schaden der eingetretenen Türen sei dagegen deutlich höher, belaufe sich auf „über 1000 Euro“.

Pfarrer forderte auf Facebook: Täter sollen sich stellen

Zur Erinnerung: Mitte Oktober hatte Kreiss die Täter auf der Facebook-Seite der St.-Marien-Gemeinde dazu aufgerufen, sich zu stellen – schließlich gebe es von ihnen „wunderschön scharfe Bilder“ aus der Überwachungskamera. Die jungen Männer haben am 24. September eine Tür eingetreten, versucht die Opferstöcke aufzubrechen und müssen sich jetzt im Extremfall auf bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe gefasst machen.

Der Tatbestand ist nämlich „gemeinschädliche Sachbeschädigung“ und meint „Gegenstände der Verehrung einer im Staat bestehenden Religionsgesellschaft“ oder „Sachen, die dem Gottesdienst gewidmet sind“.

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt