Große Nachfrage: In die ehemalige Schule in Beckinghausen ziehen bald 80 Kita-Kinder ein

mlzUmbauarbeiten

Dort, wo jetzt noch Bauarbeiter werkeln, sind ab 9. September zahlreiche Kinder willkommen. In der früheren Regenbogenschule entstehen Räume für vier Kita-Gruppen. Die Nachfrage ist groß.

Beckinghausen

, 13.08.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist ein enges Zeitfenster, sagt Bauleiter Ulf Holtrup von der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL). Aber alles ist im Zeitplan, so Susanne Limena, Technische Leitung ZGL. Ende August werde das Gebäude, das früher eine Schule war und nun eine viergruppige Kita mit 80 Plätzen wird, der Arbeiterwohlfahrt übergeben. Die AWO ist Träger der neuen Kita an der Kreuzstraße in Beckinghausen.

Eine Woche lang werde die AWO für die Einrichtung der Räume brauchen und ab 9. September sollen dann die Kinder unter und über drei Jahren die Räume beziehen.

Große Nachfrage: In die ehemalige Schule in Beckinghausen ziehen bald 80 Kita-Kinder ein

Susanne Limena und Bauleiter Ulf Holtrup erläuterten den Besuchern die Baupläne © Beate Rottgardt

„Die Nachfrage ist groß“, hat Detlef Seiler von Fachdezernent Ludger Trepper erfahren. Für Kinder unter drei Jahren gibt es nur noch wenige freie Plätze und auch bei den Kindern über drei Jahren sollten sich interessierte Eltern beeilen. Anmeldungen sind über die Webkita der Stadt möglich.

Seiler ist Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses und Mitglied des SPD-Ortsvereins Beckinghausen. Der hat zu einem Ortstermin eingeladen, bei dem Susanne Limena und Ulf Holtrup die Politiker auch durch die Baustelle führen.

Die Kita in der ehemaligen Regenbogenschule ist erst einmal als Provisorium für fünf Jahre geplant.

Kooperation mit Oberaden möglicherweise wieder aufleben lassen

Aber wenn die Nachfrage nach U3- und Ü3-Plätzen weiter so groß ist, könnte dem Provisorium auch eine längere Lebensdauer beschieden sein.

Die Idee hat auch Udo Kath von der SPD Beckinghausen: „Wir hatten vor einiger Zeit mal eine Kooperation mit einer Kita im benachbarten Oberaden, weil hier keine war. Wenn 2024 die Wasserstadt in Oberaden kommt, könnte ich mir wieder eine Kooperation vorstellen. Wenn dann in Beckinghausen Plätze frei sind, könnten Kinder aus Oberaden zu uns kommen.“

Große Nachfrage: In die ehemalige Schule in Beckinghausen ziehen bald 80 Kita-Kinder ein

So sieht es derzeit in einem der neuen Kita-Räume aus. In drei Wochen wird alles fertig sein. © Beate Rottgardt

Derzeit aber ist der Bedarf in Lünen so groß, dass auch noch zwei Container für weitere 40 bis 45 Kita-Kinder auf dem Gelände der Kita an der Kreuzstraße aufgestellt werden. Allerdings noch nicht sofort Anfang September.

Eltern, die ihre Kinder angemeldet haben, kommen nicht nur aus Beckinghausen und anderen südlichen Stadtteilen. „Über die Zwolle Allee kommen auch Leute aus den nördlichen Stadtteilen“, so Seiler.

Derzeit sind noch Trockenbauer und Fliesenleger im Gebäude beschäftigt. Die Maler stehen in den Startlöchern. 425.000 Euro hat die Politik für die Umbauarbeiten zur Verfügung gestellt. Da wird erst einmal nur das Nötigste gemacht.

Große Nachfrage: In die ehemalige Schule in Beckinghausen ziehen bald 80 Kita-Kinder ein

Graffiti an der Gebäudemauer soll entweder mit einem Spezialgerät entfernt oder später überstrichen werden. © Beate Rottgardt

Was mit den Graffiti an der Mauer passiert, steht noch nicht fest. Entweder können sie mit einem Spezialgerät entfernt werden oder man streicht sie über. Am neueren Gebäudeteil wird der Sonnenschutz aktiviert. Sollte auch ein Sonnenschutz für das alte Gebäudeteil, das aus dem 19. Jahrhundert stammt, angedacht werden, liegen die benötigten Leitungen schon in den Wänden.

Große Nachfrage: In die ehemalige Schule in Beckinghausen ziehen bald 80 Kita-Kinder ein

Sollte die Politik noch entscheiden, dass auch der alte Teil der ehemaligen Schule einen Sonnenschutz bekommt, sind die erforderlichen Leitungen schon vorhanden. © Beate Rottgardt

Die Bausubstanz sei gut, sagt Susanne Limena. Zu gut, als dass man das Gebäude hätte abreißen müssen. Und das, obwohl die ehemalige Schule lange leer stand.

Das letzte Spielgerät wird noch entfernt, es ist nicht mehr zeitgemäß. Neue Spielgeräte könnten aus dem städtischen Bestand kommen.

Wie die Zufahrt für die Eltern geregelt wird, ist noch nicht ganz klar. Möglicherweise ähnlich mit einer Ein- und einer Ausfahrt wie an der Kita Viktoriastraße. Noch ist dafür aber kein Geld im Etat eingeplant.

Auf jeden Fall sind drei Flucht- und Rettungswege eingeplant.

Die Weißdornhecke als Abschluss des Geländes wird weichen müssen - aus Sicherheitsgründen, damit die Kinder sich nicht an den Dornen verletzen. Das Gelände wird aber auf jeden Fall eingezäunt.

Lesen Sie jetzt