Grund für Auszug der Bandidos ist "ganz banal"

Lünen: Clubhaus aufgegeben

Seit Freitag sind die Bandidos in Lünen heimatlos: Der Motorradclub hat den Mietvertrag für das bisherige Clubhaus an der Münsterstraße 49a zum 31. Juli gekündigt. Der Hintergrund sei "ganz banal", teilte nun ein Sprecher unserer Redaktion mit. Demnach sei auch das Kapitel Lünen für die Rocker noch nicht abgeschlossen.

LÜNEN

, 01.08.2014, 16:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für die Bandidos ist Lünen als Standort für ein Clubhaus wohl noch nicht vom Tisch.

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Dazu äußerte sich am Freitag ein Familienmitglied der Vermieterin: „Das stimmt nicht.“ Zwar gebe es in einem Kellerraum des Hauses eine größere Schimmelfläche – darüber seien die Bandidos allerdings bei ihrem Einzug im August 2013 in Kenntnis gesetzt worden. Wenn es über den Kellerraum hinaus weitere Schimmelstellen im Haus gebe, so müssten diese über den Winter entstanden sein, sagt der Angehörige der Vermieterin. Die Ölheizung des Gebäudes sei von den Bandidos im Winter nicht genutzt worden. Stattdessen sei offenbar mit Gas geheizt worden, wodurch Feuchtigkeit entstanden sein könnte. Die Vermieterin hatte demnach bis Freitagnachmittag noch keine Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild zu machen.

Ob Schimmel der einzige Grund für den Auszug der Bandidos ist, bleibt indes zumindest fraglich. Nach Informationen unserer Redaktion war auch die stets große Polizei-Präsenz bei den Feiern der Rocker in Lünen für diese ein Grund, ihr hiesiges Clubhaus aufzugeben. Der Bandidos-Deutschland-Sprecher verneinte dagegen, dass Lünen als Standort für den Motorradclub nun vom Tisch sei: „Gegen Lünen spricht doch nichts.“ Nicht ausgeschlossen also, dass die Bandidos sich eine neue Heimat in der Stadt suchen. Die Reaktionen auf den vermeintlichen Rückzug der Rocker hatte für ein unterschiedliches Echo gesorgt: Von "sehr schade" bis zu "Lünen ist nicht der richtige Ort für sie" reichten die Reaktionen.

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