Händler in Lünen fordern "Weihnachtsmarkt plus"

Mit Umfrage

"Weihnachtsmarkt 2017plus" heißt das Konzept, dass Lüner Einzelhändler Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns vorgelegt haben. Für sie herrscht Handlungsbedarf, der Weihnachtsmarkt steht bei vielen in der Kritik. Jetzt haben die Einzelhändler Ideen vorgelegt. Außerdem wollen wir wissen: Wie bewerten Sie den Weihnachtsmarkt in Lünen?

LÜNEN

, 28.12.2016, 05:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Einzelhändler und die Händler des Weihnachtsmarktes überreichten Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns am Freitag ihren Antrag.

Die Einzelhändler und die Händler des Weihnachtsmarktes überreichten Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns am Freitag ihren Antrag.

Hier geht es direkt zum Umfragebogen: Bewerten Sie den Weihnachtsmarkt!

Ein Märchenwald, eine Eisbahn und eine Tannenbaum-Schmückaktion. Drei der Ideen, die eine Handvoll Einzelhändler Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns am Freitag in ihrem Bürgerantrag „Weihnachtsmarkt 2017plus“ überreichten. Ihr Ziel: Dem Weihnachtsmarkt ab 2017 mithilfe der Stadt und der Bürger wieder zu neuem Glanz zu verhelfen.

Eine Seite ist der Bürgerantrag lang, den Thomas Göcke (Optiker Schnurbusch), Axel Grotensohn (Glühwein-Stand), Horst Lewald (Saturn), Wilhelm Scharbaum (Fleischerei Scharbaum) und Bernhard Unger (Gewürze Unger) Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns überreichten. Darin heißt es: „Vor rund 19 Jahren waren noch ca. 90 Weihnachtsmarkthändler in Lünen, heute sind es nur noch 30.“

Einzelhändler wünschen sich größeres Budget für die kommenden Jahre

Um da wieder hinzukommen, sei nun Handlungsbedarf nötig. Denn ab Februar bereiteten sich die Händler schon auf den nächsten Weihnachtsmarkt vor, so Thomas Göcke. So soll es ab Winter 2017 ihrer Ansicht nach laufen:

  • Gemeinsam mit der Verwaltung realistische Ideen umsetzen,
  • den „Weihnachtsmarkt 2017plus“ zur Bürgermeister-Sache machen,
  • den Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone halten,
  • dauerhafte Highlight-Bereiche entlang der Lange Straße bis zum Tobiaspark schaffen,
  • und ein verantwortliches Team frühzeitig mit den Vorbereitungen beauftragen.

Außerdem wünschen sich die Antragsteller ein zusätzliches Budget von 50.000 Euro für die nächsten drei Jahre.

Auch Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns sieht Bedarf, etwas an der jetzigen Situation zu ändern. Macht aber klar: „Lünen ist überschuldet und ein zusätzliches Budget von 50.000 Euro ist nicht drin.“ Zum Thema Bürgermeister-Sache sagt er: „Ich kann die Schüppe nicht alleine in die Hand nehmen, das können wir nur gemeinsam.“

Weihnachtsmarkt zukünftig in Händen privater Investoren?

Deshalb sei es auch eine Überlegung wert, ob man den Weihnachtsmarkt nicht komplett in private Hände abgebe: „Das heißt nicht, dass wir uns als Stadt rausnehmen. Aber wir gehören zu den wenigen Städten, in denen die Stadt den Markt noch zentral organisiert. Und ich bin zuversichtlich, dass es Privatinvestoren in Lünen gibt, mit denen das nötige Geld beschafft werden könnte.“

Liegen die Ergebnisse der Ruhr-Nachrichten-Umfrage zum Weihnachtsmarkt vor, soll in kleiner Runde ein erster Entwurf für einen neuen Weihnachtsmarkt-Plan entstehen. „Am 3. Februar sollte der Rat dann eine beschlussreife Vorlage haben, sodass er darüber abstimmen kann.“ Am selben Tag entscheidet der Rat auch über den Haushalt für 2017.

Sagen Sie uns Ihre Meinung! Bewerten Sie den Lüner Weihnachtsmarkt detailliert über das folgende Web-Formular. Die Ergebnisse fassen wir in Kürze in einem Artikel zusammen.

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