Häuser in Schieflage, Risse in der Wand

Bergschaden-Regulierung

Der Bergbau ist Vergangenheit, seine Folgen sind es längst nicht. Die auf Bergschäden spezialisierte Firma Altegoer vertritt nach eigenen Angaben derzeit allein in Lünen 450 Hausbesitzer, um ihre Ansprüche durchzusetzen.

LÜNEN

von Von Peter Fiedler

, 19.10.2011, 15:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hausbesitzer Dieter Peternell (r.) und Magnus von Bormann (Firma Altegoer) zeigen es: Garage und Haus haben sich voneinander entfernt, eine Dehnungsfuge schließt die Lücke.

Hausbesitzer Dieter Peternell (r.) und Magnus von Bormann (Firma Altegoer) zeigen es: Garage und Haus haben sich voneinander entfernt, eine Dehnungsfuge schließt die Lücke.

Aus von Bormanns Sicht ein durchaus typischer Fall. „Die RAG reduziert Personal, Unterlagen werden oft nur oberflächlich geprüft“, sagt er. Etwa 130 000 Euro zusätzlich habe seine Firma für jene Lüner Geschädigten heraus geholt, deren Fälle bereits erledigt werden konnten.„Werft die Flinte nicht ins Korn“ lautet die Botschaft von Hans-Peter Bludau, Kreisvorsitzender des Verbandes Wohneigentum. Der Verband hatte Informationsveranstaltungen mit der Firma Altegoer in Brambauer, Horstmar, Altlünen und Alstedde organisiert – ein spezieller Service, nicht nur für Mitglieder. Aus Bludaus Sicht sind Betroffene gut beraten, die Unterstützung eines Fachmanns zu suchen. Das Thema sei zu komplex. „Viele Bereiche sind schon stillschweigend in die Verjährung gekommen“, erläutert Magnus von Bormann.

Die Faustregel: 30 Jahre nach der letzten bergbaulichen Einwirkung verjähren Ansprüche auf Schadensregulierung. In Lünen seien davon der Stadtkern, Wethmar, Lünen-Süd und der östliche Teil Brambauers betroffen, so von Bormann. Oft komme es aber auf den Einzelfall an. Etwa wenn es darum gehe, ob Schäden in der Vergangenheit korrekt reguliert wurden. Hans-Peter Bludau hob hervor, dass die Firma Altegoer ihre Leistungen kostenlos anbiete. Sie zieht ihren Gewinn im Erfolgsfall aus der Schadensabwicklung mit dem Bergbauunternehmen.

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