Hallo Ü-Wagen diskutiert über Suppe

WDR 5

LÜNEN Über die Psychologie der Suppe philosophierten Experten und Publikum am Samstag bei der WDR 5 Live-Sendung "Hallo Ü-Wagen" am Alten Markt. Gäste und Hörer erfuhren zwei Stunden nicht nur Fakten und Rezepte, sondern auch, dass Suppe gut für Körper und Seele ist.

von Von Volker Beuckelmann

, 15.11.2009, 16:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
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Julitta Münch (r.) befragte auch das Publikum zum Thema Suppe.
RN-Foto: Beuckelmann

1116lu-Ü-Wagen Julitta Münch (r.) befragte auch das Publikum zum Thema Suppe. RN-Foto: Beuckelmann

Zudem gab es kostenlose Suppen und Unterhaltung mit der Kölner A-Capella-Band "Wanderers". Zu Beginn interviewte die Moderatorin Julitta Münch das Publikum. Auch Paul Burmeister (5) verfolgte mit seinen Eltern die Sendung und entpuppte sich als Anhänger von Nudelsuppe. Aber auch die Karnevals-Suppe fand er lecker. Sein Vater Ingo schwärmte ebenfalls von Suppen: "Aus einem Topf schmeckt es besser." Elfriede Duda probierte die Kürbiscremesuppe von Patricia Goldemann, Inhaberin des Suppenbistro "Der Pottkieker aus Alstedde", und fand diese: "Vorzüglich."

Als Gast der Gesprächsrunde informierte Goldemann über die Rezeptur ihrer Karnevals-Suppe, die großen Gefallen fand. "Die gibt es nur zweimal im Jahr. Man merkt, dass immer mehr Leute Suppe mögen." Experten empfahlen die Suppe auch als Mittel gegen Erkältungen oder Durchfall. Besonders für ältere Menschen wegen des hohen Flüssigkeitsgehaltes, den Mineralien und Vitaminen. Daneben sei Suppe Balsam für die Seele und stärke das Gemeinschaftsgefühl.

"Ich empfinde das Vorbereiten von Suppengemüse als hochgradig entspannend", so der Journalist Helmut Grote, der ein Statement gegen Tütensuppen und Brühwürfel abgab. Er propagierte das Selbermachen oder auch Verfeinern gekaufter Suppe etwa mit Gemüse und Kräutern. Eine gekaufte Tomatensuppe aus der Dose bewertete er nach dem Probieren als "schleimig und nicht cremig". Sie verhalte sich nicht schön im Becher und habe keinen langen Abgang.

Dosensuppen können auch in Gastronomie bestehen Den Kulturwissenschaftler Dr. Gunther Hirschfelder erinnerte an seine Kindheit: "Sie schafft emotionale Sicherheit." Sein Tipp zum Abnehmen: "Wer sein opulentes Mal mit einer Suppe eröffnet, isst viel gesünder und wird dann gar nicht mehr so opulent." Der Sprecher des Deutschen Suppeninstituts Dirk Radermacher stimmte dem zu und erklärte, dass Dosensuppen auch in der gehobenen Gastronomie bestehen könnten.

Leider bliebt zum Ende nicht genug Zeit, um Christian Hausmann (Freie Christen Lünen) vorzustellen, der eine Suppenküche in Albanien schaffen möchte - für die Ärmsten der Armen.

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