Ein Mann aus Lünen musste sich vor Gericht verantworten. Eigentlich. Er erschien aber nicht zur Verhandlung.
Gerichtsprozess

Handwerker aus Lünen kassierte Geld für Arbeit, lieferte aber nie ab

Ein Handwerker aus Lünen inserierte fleißig für seine Dienste und kassierte, ausgeführt hat er sie aber nie. Das brachte ihn nun vor Gericht.

Vermutlich klangen die Inserate eines Handwerkers mit Büro in Lünen absolut überzeugend. Und zwar so überzeugend, dass ihm mehrere Kunden auf den Leim gingen, Anzahlungen leisteten und keine Leistung erhielten. Nun befasste sich die Justiz mit dem Fall.

Büro in Lünen war plötzlich geschlossen

In vier Fällen im Jahr 2019, so zumindest der Vorwurf gegen den 31-Jährigen, beauftragten ihn Kunden aus Lünen, aus dem Sauerland und aus Bayern mit Arbeiten. Die Korrespondenz mit dem Mann, der seine Dienste als Handwerker feilbot, erfolgte über Mail oder telefonisch. Die Betroffenen ließen sich auf Anzahlungen ein, wurden dann, so die Anklage erst vertröstet und später stellte er sich regelrecht tot.

Auch war das Büro in Lünen plötzlich geschlossen. Insgesamt kassierte er augenscheinlich knapp 8300 Euro, für die er nichts tat. Als die Kunden einsehen mussten, dass sie offenbar einem Betrüger zum Opfer gefallen waren, erstatteten sie Strafanzeigen.

Nun hätte sich der 31-Jährige wegen gewerbsmäßigen Betrugs in vier Fällen vor dem Lüner Amtsgericht verantworten sollen. Doch von ihm, der mittlerweile im Ausland leben soll, fehlte jede Spur. Die Richterin reagierte postwendend und erließ auf Antrag des Anklagevertreters einen Strafbefehl: zehn Monate Haft auf Bewährung und die Einziehung der knapp 8300 Euro.

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