Handy am Ohr, Drogen im Blut: 18-jähriger flieht erfolglos vor der Polizei

Schlagring dabei

Ein telefonierender Fahrradfahrer hatte am Montag (8.6) so gar keine Lust auf eine Polizei-Kontrolle. Also versuchte er zu fliehen. Vergeblich. Er hatte noch mehr zu verbergen.

Lünen

, 09.06.2020, 13:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Hüttenallee fiel den Beamten der Radfahrer mit Handy auf.

An der Hüttenallee fiel den Beamten der Radfahrer mit Handy auf. © Peter Fiedler

Gegen 20.40 Uhr fuhr der 18-jährige Dortmunder am Montag laut Polizei telefonierend mit seinem Fahrrad im Bereich der Hüttenallee in Lünen. Die Beamten wollten ihn anhalten, aber der junge Mann versuchte zu flüchten. Die Flucht endete abrupt, als der Fahrradfahrer kurze Zeit später ohne Fremdeinwirkung auf der Industriestraße stürzte und dabei den Streifenwagen beschädigte.

Offenbar auch Drogen genommen

Ein Sprecher der Polizei-Pressestelle konkretisiert, die Beamten seien neben den 18-Jährigen gefahren, als der junge Mann stürzte. Dabei wurde der Radfahrer nicht verletzt.

Der mutmaßliche Grund für das Flüchten war wohl nicht nur das Handy. Ein Drogenvortest verlief positiv. So richtig einverstanden war der 18-Jährige mit den Maßnahmen der Beamten nicht. Auf dem Weg zur Wache wehrte er sich massiv, vergeblich. Der diensthabende Arzt entnahm eine Blutprobe. Bei der Durchsuchung fand man zudem noch einen verbotenen, vermutlich selbst gebastelten Schlagring.

Am Ende erwartet den Dortmunder jetzt eine Anzeige wegen Drogen im Straßenverkehr, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoß gegen das Waffengesetz. Nicht zu vergessen: wegen Telefonierens auf dem Fahrrad.

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