Benjamin Berezovnik bringt durchweichte Kartons zum Wertstoffhof. Er hatte die böse Überraschung des Starkregens direkt nach der Rückkehr aus dem Urlaub erlebt. © Goldstein
Nach Starkregen

Hochwasser-Sperrmüll abgeben: So ist die Aktion in Lünen angelaufen

Aufgequollene Schränke und nasse Teppiche: Kostenfrei können Geschädigte des Unwetters ihren Hochwasser-Sperrmüll am Wertstoffhof abgeben. So war die Resonanz am Samstag (17.7.).

Auf einen Ansturm hatten sich die Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL) am Samstag (17.7.) am Wertstoff in der Josef-Rethmann-Straße 2 eingerichtet. Dazu waren eigens eine zweite Abrollmulde aufgestellt und ein weiterer Mitarbeiter eingeplant gewesen. Mit der Aktion will die Stadt Lünen Betroffenen des Starkregens schnelle Hilfe anbieten. Doch der erwartete Ansturm blieb aus, wie Robert Pentrup, Mitarbeiter der Abteilung Abfallwirtschaft, am Montag (19.7.) im Gespräch mit der Redaktion erklärte. „Es war nicht so viel los wie erwartet“, sagte Pentrup.

Etwa 15 Tonnen Hochwasser-Sperrmüll seien von etwa 35 Geschädigten abgegeben worden. Weitere 60 Lüner hätten gebührenpflichtig ihren Sperrmüll entsorgt. Pentrup vermutet, dass einige Hochwasser-Geschädigte noch sortieren und im Laufe der Woche vorbeikommen werden. Ein WBL-Mitarbeiter kontrolliert an der Einfahrt, ob der Sperrmüll Spuren von Wasserschäden aufweise und ob die Anlieferer aus Lünen sind. Nur dann kann der Müll kostenfrei dort abgegeben werden.

Böse Überraschung nach dem Urlaub

Bei Hans Mauerhöfer war das der Fall. Der einstige Fahrschullehrer, bei dem etliche Lüner ihren Führerschein gemacht haben dürften, warf am Samstag mit einem Helfer zusammen eine Autoladung durchnässter Teppichfliesen in den Sperrmüll. Nebenan hatte Benjamin Berezovnik seinen Wagen mit Anhänger abgestellt, der randvoll war mit durchweichten Kartons samt Inhalt. Er hatte die böse Überraschung zu Hause direkt nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub sehen müssen.

Die kostenfreie Sperrmüll-Entsorgung für Unwetter-Geschädigte läuft noch weiter. Am Montag (19.7.) ist auch ein Sperrmüllfahrzeug vor allem in Niederaden, Lünen-Süd und Gahmen unterwegs, um Hochwasser-Sperrmüll einzusammeln. Betroffene müssen den „Sondersperrmüll Hochwasser“ per Mail an info@wbl.de anmelden. Das hatte die Pressestelle der Stadt Lünen mitgeteilt.

Hans Mauerhöfer (r.) bringt durchnässte Teppichfliesen zum Sperrmüll.
Hans Mauerhöfer (r.) bringt durchnässte Teppichfliesen zum Sperrmüll. © Goldstein © Goldstein

Spendenkonto für Betroffene

Die Stadt Lünen hat in Kooperation mit dem Verein „Lüner helfen Lünern e.V.“ ein Spendenkonto für Betroffene des Unwetters eingerichtet. Damit soll Bürgerinnen und Bürgern geholfen werden, die durch die Folgen des Starkregens finanzielle Hilfe benötigen.

Mit dem Verwendungszweck „Starkregen 14. Juli“ kann Geld an das Konto bei der Volksbank Selm-Bork überwiesen werden. IBAN: DE52 4016 5366 6100 5500 02

Wer Hilfe benötigt, kann sich per E-Mail direkt an den Verein wenden: luenerhelfenluenern@email.de oder an das Bürgertelefon der Stadt Lünen, Tel. (02306)104-2020.

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